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Kriminell und von Gott geliebt

René am Stand
(c) René Portmann
13.07.2017
Der Stich eines Stachelrochens stellt René Portmanns Leben auf den Kopf.
 
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Der Stich eines Stachelrochens stellt René Portmanns Leben auf den Kopf. Wochenlang liegt er in der Hängematte vor seinem Haus und kann sich kaum bewegen. «Wie gefesselt lag ich dort und machte mir endlose Gedanken über mein Leben und all die Fehler, die ich getan hatte.»

Mit dem Taxi zur Schule
Renés kriminelle Karriere beginnt schon früh: Mit 6 Jahren bricht er in den Dorfladen ein, während der Schulzeit verdient er mit Ladendiebstählen so viel, dass er mit dem Taxi zur Schule fahren kann. In der Jugendzeit kommen Einbrüche in Villen und gelegentlich Jobs bei Drogenübergaben hinzu. «Seit meiner Kindheit treibt mich etwas dazu, Dinge zu tun, die man nicht tun sollte. Obwohl ich dagegen ankämpfte, zog es mich immer wieder in eine andere Bahn.» Einen Versuch, aus der Kriminalität auszusteigen, wagt René anfangs zwanzig. Er macht eine Lehre und füllt sein Leben mit Sport und Reisen.

Flucht nach Phuket
Als er jedoch das Aufgebot für die Bundeswehr erhält, steigt er wieder in kriminelle Geschäfte ein. Er vermittelt Käufer für gestohlene Autos und verdient damit genug Geld, um vor dem Militärdienst fliehen zu können. Die Halbinsel Phuket, im Süden Thailands, wird seine Wahlheimat. Nach einiger Zeit als Beachboy und Geschäftsmann sehnt sich René jedoch nach seinem einfachen Leben zurück und er zieht in ein Haus an einem einsamen Strand. Nun hat er viel Zeit, über sein Leben nachzudenken. Erst recht, als ihn ein Stachelrochen in den Fuss sticht und er mit einem aufs dreifache angeschwollenen Bein in der Hängematte festsitzt.

Die Gebetspalme
Eines Nachts hat René einen Traum: «Ich sah mich als Kind betend unter einem Baum sitzen.» Da erinnert er sich, wie er als Kind oft unter einem Baum sass und betete. Von da an geht er jeden Abend zu einer Palme, um mit Gott zu sprechen. Eines Abends betet er: «Lieber Gott, wenn es dich gibt, dann komm in mein Leben.» Er fühlt einen tiefen Frieden. Einige Zeit später kehrt René nach Hause zurück. Kurz nach seiner Ankunft zieht es ihn in den Wald, wo er direkt auf den Baum trifft, bei dem er als Kind so oft war. Er fragt: «Gott, wo bist du?» Und er erhält die klare Antwort: «Ich habe dich nie vergessen.»

Ein Herz für die Leute auf der Strasse
Die nächsten Jahre liest René viel in der Bibel und sucht die Gemeinschaft mit Christen. Obwohl es ihn immer noch in die grosse weite Welt zieht, kehrt er zurück in sein Heimatdorf und beginnt den Kontakt mit Leuten auf der Strasse zu suchen und sich um sie zu kümmern. Einige Zeit später kann René dies zu seinem Beruf machen. Als Streetworker sucht er den Kontakt mit Jugendlichen auf der Strasse, knüpft mit ihnen Beziehung und begleitet und berät sie auf ihrem Weg. Damit kann er den Jugendlichen das vermitteln, was er selbst erleben durfte: «Ich war im Sumpf, wurde angenommen, aus dem Dreck gezogen und merkte: Mein Leben ist wertvoll! Dies möchte ich den Jugendlichen weitergeben.»

( © Online-Redaktion ERF Medien)
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