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Laut sein kann jeder

Laut sein kann jeder
Laut sein kann jeder | (c) unsplash
20.05.2019
Stattdessen einfachmal die Klappe halten.
 
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Ein Schulbusfahrer erzählte mir mal, wie er Kinder dazu brachte, während der Fahrt einige Momente still zu sein. Die tägliche Fahrt führte durch einen zwei Kilometer langen Tunnel. Dabei gab es eine Art Wettbewerb, wie lange die Kinder die Luft anhalten konnten. Schafften sie es, vom Tunnelanfang bis zum Ende? Sie durften dabei zwei Mal Luft holen. Natürlich wollte jedes Kind das beste sein. Und so kam es, dass der Chauffeur mindestens im Tunnel für einen kurzen Moment die Kinder zum Schweigen brachte. Allerdings hatte er ihnen nie verraten, dass er im Tunnel jeweils extra so langsam wie möglich fuhr. Pragmatische Pädagogik nennt sich das …

Hinter diesem Handeln steckte die Sehnsucht nach Stille. Stille ist in unserer lauten Welt Lebensqualität. Oder kann man gar schon von Luxus reden? Ernest Hemingway brachte dies mit folgenden Worten auf den Punkt: «Man braucht zwei Jahre, um sprechen zu lernen, und fünfzig, um schweigen zu lernen.»

Dies erfuhren auch die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die in der kürzlich gestarteten Fernsehsendung «Das Kloster- Experiment» mitmachten. Jeweils vier Kandidaten oder Kandidatinnen liessen sich auf ein Experiment ein, von dem sie nicht wussten, wohin es sie führte. Der TV-Sender «Kabel eins» versprach den Teilnehmenden ein Erlebnis, das ihr Leben verändern könnte. Der Weg dazu führte geradewegs ins Kloster. Der Schock war gross. Am ersten Tag mussten alle ihre Smartphones abgeben, das erste Drama dem noch viele weitere Dramen folgen sollten. Fazit dieses Experimentes: die Stille, viele dieser Rituale und der Tagesrhythmus haben die Jugendlichen überfordert.

Man könnte an dieser Stelle jetzt über die action-verwöhnten Jugendlichen lästern, ihnen Oberflächlichkeit vorwerfen und fehlende Werte reklamieren. Aber jetzt ganz ehrlich, wer von uns schafft es denn noch, wirklich Ruhe zu ertragen? Selbst die Generation Silver Surfer hängt schon dauernd an den Smartphones oder sitzt bequem vor dem Fernsehgerät und schaut sich am Samstagabend die Sendung mit Florian Silbereisen oder sonst eines der üblichen Wochenendformate an. Nur wenige schalten im Auto nicht das Radio an. In den öffentlichen Verkehrsmitteln reisen viele mit Knopf im Ohr. Stille? Fehlanzeige durch alle Generationen. Ich glaube, auch Erwachsene hätten beim «Das Kloster-Experiment» schlecht abgeschnitten. Sie wären wahrscheinlich weniger rebellisch gewesen, aber mit der Stille hätten sie doch auch ihre Mühe gehabt. Dabei brauchen wir Stille, um uns selbst zu begegnen.

( © Online-Redaktion ERF Medien)
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