Im Juni haben die Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Präimplantationsdiagnostik (PID) mit 61,9 Prozent eine deutliche Zusage erteilt. Mit dieser Verfassungsänderung ist es nun möglich, Embryonen zu untersuchen, bevor sie in die Gebärmutter eingepflanzt werden. Das soll Komplikationen bei der Schwangerschaft verhindern.
Trotz der Akzeptanz für diesen Volksentscheid hat ein überparteiliches Komitee unter Federführung der EVP ein Referendum ergriffen, das den Ausbau des neuen Fortpflanzungsmedizingesetzes verhindern soll. Die Variante des Parlaments sei deutlich liberaler als der ursprüngliche Vorschlag des Bundesrates. Am 10. Dezember 2015 wurde das Referendum mit rund 60 000 Stimmen eingereicht, 2016 kann das Stimmvolk über eine Gesetzesänderung befinden.
Im Bundeshaus diskutieren Nationalrätin Marianne Streiff (EVP) und Nationalrätin Ruth Humbel (CVP) kontrovers über die Gelüste des Machbaren, über ethische Ansätze in der Fortpflanzungsmedizin und über mögliche Kompromisse in der Wissenschaft.

Ruth Humbel (CVP) und Marianne Streiff (EVP)