Die Übertragung des HI-Virus von Müttern auf ihre Babys ist wohl eine der tückischsten und grausamsten Seiten von Aids. Gemäss UNAIDS sinken zwar die Neuinfektionen bei Kindern, dennoch infizieren sich jährlich mehr als 300 000 Kinder in Afrika. TWR will mit seinen «Aids Challenge»-Radiosendungen über HIV/Aids aufklären, eine Verhaltensänderung bewirken und dadurch Leben retten. Dies insbesondere auch im Bereich der Mutter-Kind-Übertragung.
Eine gute Mutter will das Beste für ihr Baby. Ist ihr Kind krank oder unterernährt, leidet sie und kämpft für ihr Kleines. In Afrika hindern Korruption, Kriege und Dürrekatastrophen die Entwicklung. Das Gesundheitswesen und die Informationspolitik sind stark davon betroffen. Dies hat zur Folge, dass viele infizierte afrikanische Mütter nie davon hören, dass sie ihr Ungeborenes vor dem HI-Virus schützen könnten.
TWR sendet die «Aids Challenge»-Programme deshalb bewusst in diversen afrikanischen Sprachen, damit viele Einheimische die Chance haben, sich über HIV/ Aids zu informieren. Betroffene und Ärzte kommen in den Sendungen zu Wort. Und Ärzte empfehlen sie auch: «Ich heisse Mamadou Sanogo und bin Arzt. Zudem setze ich mich bei der Foundation Djigui in der Bekämpfung von HIV/Aids und im Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung ein. Letzte Woche rief mich meine Cousine an, weil sie Ihre Aufklärungs- und Schulungssendung über HIV/Aids gehört hatte. Das Thema jener Sendung war die Übertragung von Mutter auf Kind. Sie wollte, dass ich als Arzt ihr zusätzliche Informationen gebe, bevor sie sich auf eine sogenannte PMTCT (Verhütungsbehandlung zur Mutter-Kind-Übertragung) einlassen wollte. Nach unserem Gespräch war sie überglücklich über das, was sie in Ihrer Radiosendung zum Thema PMTCT gehört hatte. Ich freue mich darüber, dass Sie in der Sprache Bambara senden und ermutige Sie, dies weiterhin zu tun. Indem Sie in ihrer Muttersprache senden, helfen Sie unseren Brüdern und Schwestern, die keine Schulbildung haben. Damit machen Sie das Problem nicht nur vielen Leuten bewusst, sondern unterstützen sie im Kampf gegen HIV/Aids. Gott segne Sie …»
ERF Medien unterstützen mit Ihrer Hilfe diese Sendungen in der westafrikanischen Sprache Bambara und in Französisch. TWR will in den Aids-Aufklärungsprogrammen einerseits das Bewusstsein der Aids-Problematik schärfen und dann über Vorsorgemassnahmen sprechen. Die Sendungen sollen auch bereits Infizierten helfen und praktische Überlebenstipps geben, wie sie mit dem Virus leben können. Und ganz wichtig: Die Inhalte wollen Hoffnung und Trost vermitteln – auch über den Tod hinaus. Das Projekt hat eine langfristige Verhaltensänderung zum Ziel und will die Verbreitung von HIV/Aids dauerhaft und erkennbar reduzieren.