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«Auch auf krummen Lebenslinien schreibt Gott gerade»

Ruedi Bärtschi in Monte Carlo
(c) privat
15.03.2016
Ruedi Bärtschi über seine erfüllten und nicht erfüllten Wünsche
 
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Von Mathias Fontana

Ruedi Bärtschi ist in seinem Berufsleben viel gereist und hat rund zehn Mal den Wohnort gewechselt. Für seine Arbeit war er in der Schweiz, in Österreich, Deutschland, Kuwait, Albanien und in Zentralasien tätig. Anfang 2016 ist er nach über 12 Jahren Einsatz als Senior Technical Consultant bei TWR Europe pensioniert worden. Im Interview blickt er zurück und erzählt, wie er den Plan Gottes für sein Berufsleben gesucht und immer wieder gefunden hat.

Wenn Sie heute auf die Zeit im Beruf mit vielen Stationen zurückblicken, erkennen Sie darin einen «Plan», ein grosses Ganzes?
Heute, rückblickend: auf jeden Fall! Da sehe ich, dass nun vieles zusammenpasst und eben ein grosses Ganzes, etwas Gutes ergeben hat. Aber nicht immer haben diese Stationen dann auch so ausgesehen, wie ich es mir vorgestellt habe.

Welche Vorstellungen oder Visionen sind nicht in Erfüllung gegangen?
Schon sehr früh wollte ich meine Fähigkeiten und meine Begeisterung für Technik so einsetzen, dass damit andere Menschen etwas von Gott erfahren. Mit dieser Vision machte ich eine Lehre als Elektromechaniker und bildete mich an der Ingenieurschule weiter. Mein Wunsch war es, für den damaligen Evangeliumsrundfunk (heute ERF Medien) in Deutschland als Techniker zu arbeiten. Während acht Jahren war ich immer wieder mit den Leuten in Wetzlar in Kontakt, aber keine Stelle war offen. Die Tür blieb einfach zu. So entschieden meine Frau und ich uns, in der Schweiz zu bleiben. Wir gaben diesen Wunsch auf und kauften ein Haus. Nach einem Jahr kam dann aber der Anruf: Jetzt wäre eine Stelle offen, wir brauchen dich! Doch nun waren wir nicht mehr sicher, ob diese Stelle der richtige Weg sei, schliesslich hatte sich ja acht Jahre lang nichts getan.
 
Wie haben Sie in dieser Situation nach dem richtigen Weg gesucht?
Das ist immer eine Herausforderung, weil wir Gott ja nicht einfach so hören. Normalerweise helfen mir da Gespräche, Gebet und mein Verstand. Aber bei diesem Entscheid wollten wir wirklich sicher gehen und haben Gott um ein konkretes Zeichen gebeten. Wir wollten das Haus in der Schweiz wieder verkaufen, wussten aber, dass dies schwierig sein würde. Wir wollten nur ein einziges Inserat in der Zeitung schalten. Wenn sich dann ein Käufer finden würde, wäre dies das Zeichen, die Stelle in Deutschland anzunehmen. Und Gott antwortete: Wir hätten das Haus gleich mehrfach verkaufen können.
 
Warum denken Sie, hatte Gott Ihren Wunsch nicht eher erfüllt?
Genau weiss ich es ja nicht [lacht]. Aber ich habe in der «Wartezeit» sehr viel gelernt im Beruf und habe mich weiterentwickeln dürfen. Alles neu Gelernte habe ich dann gut einsetzen können in der Zeit in Deutschland.
 
Im Rückblick haben solche Kurven oder Umwege im Lebenslauf für mich dann fast immer Sinn gemacht und ich konnte einen Plan von Gott darin erkennen. Faszinierend finde ich aber, dass Gott auch meine Fehlentscheide, Schnellschüsse oder mein Zögern gebraucht hat und daraus ebenfalls Gutes entstanden ist. Man könnte sagen, Gott schreibt auf unseren krummen Lebenslinien trotzdem gerade.
 
Haben Sie auch Situationen erlebt, wo klar war, welches der nächste Schritt sein soll?
Nach sechs Jahren Arbeit wollten wir wieder in die Schweiz zurückkehren. Mehrere Gründe zeigten uns, dass die Zeit in Deutschland nun zu Ende war: Die Berufsausbildung unserer Kinder wollten wir ihnen in der Schweiz ermöglichen, die Situation in meinem Team brauchte Veränderung, unsere Eltern wurden älter und benötigten uns in der Nähe und nicht zuletzt erhielt ich noch ein sehr interessantes Jobangebot. So fühlten wir uns im Gedanken, in die Schweiz zurückzukehren, von Gott bestätigt.

( © Online-Redaktion ERF Medien)
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