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Trotz Blindheit: «Wir möchten ein Kind adoptieren»

Familie Londino
(c) privat
15.12.2015
Londinos verlieren in eineraussichtslosen Situation die Hoffnung nicht.
 
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Pietro und Eva Londino wünschen sich schon lange ein Kind. Doch Pietro ist blind und auch Eva ist stark sehbehindert. Dadurch kommen in ihnen immer wieder Zweifel auf, ob sie dieser Herausforderung gewachsen sind. Obwohl ein Kind von ihnen wahrscheinlich auch sehbehindert wäre, versuchen sie auf natürlichem Weg ein Kind zu bekommen. Aber nach ärztlicher Abklärung wird klar: Pietro kann keine Kinder bekommen.

In dieser Situation betet Eva zu Gott: «Ich verzichte auf ein eigenes Kind, wenn es nur einem Menschen auf der Welt dadurch besser geht.» Nachdem sie von der Unfruchtbarkeit Pietros erfahren haben, hört Eva, wie Gott zu ihr spricht: «Geht weiter, denn ich will meinen Namen gross machen.» Jahre später wächst in Pietro der Gedanke, ein Kind zu adoptieren. Aber Eva schreckt diese Vorstellung im ersten Moment ab. Sie hält es für unmöglich, dass ein blindes Paar ein Kind adoptieren darf.

Von der Familie getrennt
Bereits im Kindesalter sind Pietro und Eva blind und sehbehindert. Deshalb besuchen sie eine Blindenschule, in der sie von den Eltern getrennt leben. Diese Trennung erleben sie als äusserst schmerzhaft. Besonders Eva fällt es schwer, die Trauer zu überwinden. «Ich fühlte mich oft einsam und verlassen.» In einem solchen Internat lernen sich die beiden kennen und bereits in der fünften Klasse fragt Pietro Eva, ob sie ihn heiraten möchte.

Ein langer Prozess
Es ist ein langer Weg für Eva: Trennung von den Eltern, Kinderlosigkeit und schliesslich die Idee der Adoption. «Ich brauchte einige Jahre um den Schmerz in Hoffnung umzuwandeln. Aber Jesus hat mich in dieser Zeit wiederhergestellt.» Schlussendlich wird Eva klar, dass sie keinen
Ersatz für ein leibliches Kind will. Vielmehr möchte sie mit der Adoption einem Kind eine Perspektive geben. Und so entscheiden sich die Londinos, das Verfahren für eine Adoption zu wagen. Als blindes Paar wird ihnen aber immer wieder Skepsis entgegengebracht.

Schliesslich reisen die Londinos nach Sambia und lernen dort die 6-jährige Veronica kennen. Sie besuchen Veronica täglich und dürfen sie später als Pflegekind zu sich nehmen. «Die ersten Wochen waren sehr herausfordernd. Für Veronica war alles fremd.» Ausserdem spricht sie als 6-Jährige bereits eine andere Sprache und die Londinos können kaum auf ihre Mimik eingehen. Trotzdem dürfen sie Veronica nach einigen Monaten als ihre Tochter in die Schweiz mitnehmen.

Eine liebevolle Familie
Pietro und Eva Londino sind sehr dankbar für Veronica, auch wenn sich das Leben als Eltern mit Sehbehinderung nicht immer einfach gestaltet. Rasch entsteht eine liebevolle Beziehung zwischen ihnen und ihrer Tochter. «Im Heim fehlten Veronica Zuwendung und Geborgenheit. Nun erlebt sie Liebe und Annahme.» Eva versteht jetzt, was Gott aus ihrem Gebet machte, welches sie vor Jahren betete: Sie konnten einem Menschen zu einem besseren Leben verhelfen. Und zusätzlich hat Gott sie beschenkt mit einem eigenen Kind.

( © Online-Redaktion ERF Medien)
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