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Porträt: Martin Iten – Der kreative Zeuge Gottes

Radio
Life Channel
(c) privat
06.01.2016
Er ist Jungunternehmer, Radiomacher und Querdenker
 
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Format: Porträt

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Martin Iten ist ein Rebell, der über die Grenzen hinausgeht. In seiner Jugend lebte er seinen Freiheitsdrang aus, in dem er gegen den Glauben seiner Eltern rebellierte. Er wurde Teil der Reggae-Szene, konsumierte Drogen und lebte sein eigenes Leben. Bis an dem Tag, an dem er mit einer Alkoholvergiftung im Spital landete. Er änderte sein Leben radikal. Heute ist er als Radiomacher, Jungunternehmer und Mitorganisator des Weltjugendtages für Gott unterwegs, aber immer noch Rebell und Querdenker.

Er wuchs auf einem Bauernhof auf, mit sieben älteren Geschwistern. «Obwohl sie zum Teil andere Berufe lernten, sind heute alle bis auf mich in der Landwirtschaft tätig.» Selber fühlt sich Martin Iten im Herzen als Bauer und ist auf dem Land glücklich. In seiner Jugend war gelebter Glaube eine Pflichterfüllung, ein «man muss». Er begann zu rebellieren, sein eigenes Leben zu leben. Schon in seiner Oberstufen-Schulzeit stand er als Grillmeister am Grill. Mit Kollegen gründete er ein Reggae-Label und veranstaltete Partys. «Ich verdiente viel Geld, und das musste ausgegeben werden.»

Ich nahm nur weiche Drogen, doch diese machten mich zum innerlich harten Menschen.
Martin Iten

Ein einschneidendes Erlebnis
Zur «wilden» Jugend gehörte natürlich auch der Genuss von Rauschmitteln. «Ich nahm nur weiche Drogen, doch diese machten mich zum innerlich harten Menschen.» Er ging immer bis an die Grenzen, manchmal etwas darüber hinaus. Bis zu jenem Tag, als er mit knapp 16 mit einer Alkoholvergiftung ins Spital eingeliefert wurde. Er lag über fünf Stunden im Koma. Danach ging Martin Iten in sich und aus der Oberflächlichkeit seines Lebens hinaus. «Was ich bis hierhin gemacht hatte, war Nonsens und wertlos. Ich suchte Antworten.» Trotz schlechter Noten konnte er eine Lehrstelle als Polygraf antreten.

Seine Mutter schenkte ihm eine Pilgerreise für Jugendliche. Den Anfang der Reise erlebte er sehr unangenehm, empfand die anderen Teilnehmenden als langweilig. Doch sein Blick änderte sich nachhaltig. «Die Anderen hatten eine ruhige, gute Ausstrahlung. Sie waren ständig mit Freude unterwegs.» Martin Iten hatte die stille Erkenntnis, dass er sein weiteres Leben mit Gott gehen wollte. Nach Abschluss seiner Lehre arbeitete er über zwei Jahre selbständig als Grafiker. Doch obwohl es gut lief, überforderte es ihn immer mehr.

Drei Jahre alleine auf dem Berg
Martin Iten legte alles hin und überlegte, wie er weitermachen sollte. Genau jetzt kam das Angebot, in eine ehemalige Einsiedelei am Stanserhorn zu ziehen. Er überlegte nicht lange und nahm an. Drei Jahre arbeitete er alleine auf dem Berg, für Kundenkontakte musste er zuerst mit der Gondel den Berg hinunter. «Es war eine grosse Herausforderung mit Höhenflügen und tiefen Krisen. Doch diese Zeit hat mich sehr positiv verändert.»

Zurück vom Berg nahm er auch seine Beteiligung an der Jugendarbeit wieder auf. So rutschte er fast beiläufig in diverse Projekte. Er brachte ein Magazin heraus und wurde Mitbegründer eines Internet-Radios. An der Organisation des Weltjugendtages war und ist er massgeblich beteiligt. «Die Jugendlichen von heute sind überfüllt mit Informationen. So können sie sich den grossen Fragen gar nicht mehr stellen. Hier unterstützen wir mit Jugendarbeit von Jungen für Junge.» Was wünscht sich Martin Iten für die Zukunft? «Dass ich ein guter Ehemann und Familienvater werde. Ich möchte Jugendliche und Familien auf ihrem Weg zur Quelle, zu Gott, begleiten.»

( © Online-Redaktion ERF Medien)
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Christoph Zinng ist Gesamtleiter der Sozialwerke Pfarrer Sieber.
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