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Porträt: Andreas Wahlen – Er predigt Wasser und trinkt …

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27.04.2013
Der Pfarrer aus Oberentfelden ist gewieft
 
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Format: Porträt

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Andreas Wahlen, der reich beschenkte Pfarrer

Der reformierte Pfarrer Andreas Wahlen ist ein Pfarrerssohn, der eigentlich gar nicht Pfarrer werden wollte. Als Mittelschüler beabsichtigte er, nämlich alte Sprachen zu studieren. Doch einen Monat vor der Matura befürchtete er plötzlich, dass dieses Studium in die lebenslange Sackgasse des Gymnasiallehrers führen würde. So schwenkte er kurz vor der Matura doch noch um – und studierte Theologie. Denn dieses Studium beinhaltet auch alte Sprachen wie Althebräisch und Altgriechisch.

«Was ich jeweils wollte, ist mir immer in den Schoss gefallen.»
Andreas Wahlen

Rückblickend ist Wahlen glücklich über diesen Entscheid, er liebt seinen Beruf und schätzt dessen Vielseitigkeit. Die Freude am Beruf zeigt sich unter anderem in seiner Kreativität: Wahlen hat einen Töffgottesdienst ins Leben gerufen und in seiner Kirchgemeinde im aargauischen Oberentfelden den 11vor11-Gottesdienst lanciert, der «ganz andere Gottesdienst für Menschen des 21. Jahrhunderts».

Wahlen unterscheidet beim christlichen Glauben zwischen Form und Inhalt. Der Inhalt steht für ihn nicht zur Diskussion. «Den möchte ich nicht der Zeit anpassen, wie es leider viele tun», erklärt er. Dafür will er die Form in einer kreativen, ansprechenden Verpackung anbieten. «Die Menschen sollen merken, dass biblische Botschaft und Kirche nicht einfach nur für alte Grossmütter sind, sondern für Menschen im 21. Jahrhundert immer noch modern und aktuell sind», betont er. Der rege Zulauf scheint ihm recht zu geben: Das Kirchengebäude ist bei den 11vor11-Gottesdiensten ziemlich voll, das Spektrum der Besucher reicht von Jungen bis hin zu Senioren.

In seiner Arbeit als Pfarrer beschränkt sich Wahlen nicht nur auf seine Kirchgemeinde. Als Mitglied der Synode (sozusagen das Parlament der Kantonalkirche) und Vizedekan ist er auch kantonal tätig. Er gibt sich überzeugt, dass sein Einsatz ausserhalb seiner Kirchgemeinde dieser schlussendlich wieder zugutekommt.

«Die Menschen sollen merken, dass biblische Botschaft und Kirche nicht einfach nur für alte Grossmütter sind.»
Andreas Wahlen

Spricht er von seinen Projekten, verströmt er eine positive Einstellung zum Leben. Nicht von ungefähr also, dass das Lebensmotto von Andreas Wahlen lautet: «Gott meint es gut mit mir.» Und er resümiert: «Was ich jeweils wollte, ist mir immer in den Schoss gefallen.» Natürlich musste er seinen Teil leisten, doch nie eine übermässige Anstrengung machen.

Bezeichnend für diesen Optimismus ist da wohl die Anekdote mit dem Campingplatz. Er und seine Frau hatten in einem anvisierten Campingplatz keinen Platz reserviert. Bei ihrer Ankunft zeigte sich, dass der Platz stark belegt war. Es gab noch einen Flecken, welcher nicht reserviert war – und den erhielten sie. Für Wahlen klar ein Geschenk von oben, sozusagen ein Augenzwinkern Gottes.

In die gleiche Kategorie gehört, dass Andreas Wahlen aus 2000 Interessierten als Testfahrer für ein Volvo-Modell ausgewählt wurde. Ein Jahr lang darf der Autofreak das Elektroauto nun auf Herz und Nieren prüfen. Mit diesem Modell bringt er zwei Dinge zusammen: Zum einen seine Freude an Technik und Autos, zum andern die Sorge um die Ressource Umwelt. Denn er möchte nicht Wasser predigen und dann doch Wein trinken – auch wenn er einem Gläschen Wein grundsätzlich nicht abgeneigt ist.

( © Online-Redaktion ERF Medien)
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