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Der Extremblinde

Steven Mack | (c) ERF Medien
15.06.2019
Steven Mack stürzte beim Extremsport ab und ist seither blind.
 
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Eine Gruppe junger Outdoor-Sportler wagt den sogenannten «Pendelsprung» von einer 150 Meter hohen Brücke im Wallis. Nach ein paar Sekunden im freien Fall brin gen dabei die Sicherungsseile die Springer in eine Pendelbewegung. Doch die Seile des damals 20-jährigen Steven Mack reissen. Er stürzt ab. Nach dem grässlichen Aufprall am Boden und zehn Tagen im künstlichen Koma findet er sich in einem neuen Leben wieder. Es ist ein beeindruckendes – und eines ohne Augenlicht.

«Um meine Grenzen zu kennen, muss ich darüber hinausgehen.» Steven Mack überschreitet diese schon als Kind und Jugendlicher ständig. Ob beim Klettern, bei Abenteuererlebnissen in der Natur oder in Extremsportarten: Für ihn gibt es keine Limits. So hangelt er sich beispielsweise in Nacht- und Nebelaktionen an 30 Meter hohe Baukräne. Belohnt wird er mit Adrenalinkicks. Zudem reizt es Steven, Chef über sein Leben zu sein. «Ich allein entscheide über mein Leben und meinen Tod», sagte er damals.

«Ich glänzte als blinder Extremsportler»

Dem Tod entrinnt er dann bei diesem tragischen Pendelsprung im Mai 2006 nur knapp. Man denkt jetzt vielleicht, dass dieses Erlebnis und die Blindheit Stevens Drang zum Extremen eindämmt. Doch für ihn, den leidenschaftlichen Draufgänger, bieten sich neue Herausforderungen an. Denn auch als Blinder klettert er, übt sich im Tauchen ohne Sauerstoffflaschen und macht gar weitere Pendelsprünge. Steven Mack über sich selbst: «Ich bin blind, na und? Ich bin happy, habe alles im Griff und keine Schmerzen.» Jahre später wird er den Satz mit den Worten «Das war eine unbewusste Masche» ergänzen.

Leben als Shootingstar

Vorerst aber ist sein Leben eine wahnsinnige Geschichte, die 2011 in einem Buch veröffentlich wird und Bestseller-Status erlangt. Ab da prägen viele Fernsehauftritte und Vorträge seinen Alltag. Heute sagt er über diese Zeit: «Das war mir eigentlich zu viel, aber ich wollte es nicht wahrhaben.» Der Öffentlichkeit als «Blindgänger» bekannt, lebt er dann Jahre unter dem Motto «Sex, Drugs and Rock ’n’ Roll». – «Ich betäubte damit ungute Gefühle», sagt Steven Mack.

Der wahre Steven

Er sucht die darauffolgenden Jahre ständig nach dem Sinn hinter seiner blinden Existenz. 2012 hilft ihm seine heutige Ehefrau, die rastlose und exzessive Suche ruhiger anzugehen. Die beiden lernen sich im Anschluss an einem von Stevens Vorträgen kennen. Seine Ehefrau erzählt ihm auch von Gott, welchen er dann in Gebeten und Hörbibeln kennenlernt. «Für mich war es ein grosser Schritt, mir einzugestehen, dass ich auch schwach und hilfsbedürftig sein darf, Schmerzen zulassen kann», sagt Steven. Nach einem längeren Rückzug aus der Öffentlichkeit nimmt Steven wieder einzelne Auftritte wahr und sagt: «Heute verstehe ich, dass unsichtbare Dinge Freiheit ausmachen: Vertrauen, Ehrlichkeit, Respekt, Barmherzigkeit, Geduld. Wenn ich darin Meister werde, bin ich wirklich frei.»

( © Online-Redaktion ERF Medien)
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