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Den Tod vor Augen

Uhr im Grand Central Terminal in New York zeigt 11 Uhr 53
(c) Bryce Barker/Unsplash
Corona hat den Tod wieder stärker ins Bewusstsein gerückt.
 
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Die Nähe zum Tod kann ein Menschenleben verändern. Doch im Alltag sind wir selten direkt mit dem Sterben konfrontiert. Corona hat den Tod stärker ins Bewusstsein gerückt.

Niemand weiss, wann die letzte Stunde schlägt. Das kann Angst, Überforderung oder gar Panik auslösen. Andere wiederum sehnen sich nach dem Tod und möchten diesem Leben entfliehen. Doch wie geht es weiter und wohin?

Christine Bläuer ist Ende fünfzig und hat Krebs im Endstadium. Die Diagnose kommt einem Todesurteil gleich. Die Emmentalerin setzt sich aktiv mit ihrem Schicksal auseinander, will den Umgang mit dem eigenen Sterben nicht verdrängen. Gleichzeitig will sie die verbleibende Zeit voll auskosten und jeden Tag mit Leben füllen. Sie hat den Tod vor Augen und ist dennoch voller Hoffnung.

Als elfjähriges Mädchen verliert Raffaela Schär ihre Mutter durch einen tragischen Unfall. Lange hat Raffaela das Gefühl, ihre Mutter komme jeden Moment zurück. Die Vorstellung, ihre Mutter nie mehr zu sehen, reisst ihr den Boden unter den Füssen weg. Jahrelang sucht sie verzweifelt nach der verlorenen Mutterliebe. Und immer wieder spielt sie mit dem Gedanken, dass sie am liebsten auch sterben möchte.

Markus Müller begleitet Menschen als Heimpastor in den Tod. Er meint: «Wer sich mit dem Tod und der Zukunft auseinandersetzt, kann die Gegenwart besser gestalten.» Der Tod und das Altern werden an den Rand der Gesellschaft gedrängt, doch eigentlich gehören sie zum Leben dazu. Wer sich ein Bild von der Zukunft machen kann, schöpft daraus Zuversicht.

 

( © Online-Redaktion ERF Medien)
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