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Auf in unbekannte Gewässer

René und Maryse Lehmann
(c) ERF Medien
15.03.2016
René Lehmann gibt seine Sicherheiten auf für ein Spital auf See.
 
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Beitrag aus: antenne April 2016
Thema: Weltweit
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«Arme Menschen von ihrer Krankheit befreien und in Afrika das Gesundheitssystem nachhaltig entwickeln.» Das ist das Ziel von René Lehmann als Direktor von Mercy Ships Schweiz. Bei seiner Arbeit pendelt er zwischen festem Boden in Lausanne und der hohen See rund um ganz Afrika. Um dieses Ziel zu erreichen, musste er seine Kaderstelle bei der Swisscom an den Nagel hängen.

«Ich hatte ein hohes Salär, eine Lebensversicherung, einen sicheren Job.» Da ist nichts, worum sich René Lehmann bei seiner Arbeit in der Telekommunikation Sorgen macht. Er ist zufrieden mit seinem Job und leitet interessante Projekte. Und doch fragt sich der Ehemann und Vater: «Könnte da nicht mehr Sinn in meiner Arbeit sein, war das jetzt schon alles?»

Ein Schiff – ein Spital
Ein Freund erzählt René von den Spitalschiffen, die auf den Weltmeeren im Einsatz sind. Sofort packt ihn die Begeisterung: «Dass dringend benötigte medizinische Versorgung über Schiffe erfolgt, hat mich beeindruckt und ich wurde neugierig.» Nach einiger Zeit bewirbt er sich als Direktor bei Mercy Ships Schweiz und bekommt eine Zusage. Doch seine Frau Maryse ist von diesem abrupten Kurswechsel überrumpelt. Mit der noch minderjährigen Tochter kommt für sie diese Aufgabe nicht in Frage.

So kühlt die Beziehung zu Mercy Ships wieder ab. Aber vier Jahre später ist es der Vorstand von Mercy Ships, der sich wieder bei René meldet. Diesmal bespricht er es von Anfang an mit seiner Frau. «Wir waren nun als Ehepaar ein richtiges Team. Und wir entschieden gemeinsam über unsere Zukunft.» Schliesslich verlassen die beiden den sicheren Hafen und René beginnt seine Arbeit als Direktor von Mercy Ships.

Stürmischer Einstieg
«Der Anfang war sehr herausfordernd. Wir hatten Zweifel: Haben wir zu schnell entschieden?», fragen sich Lehmanns Auch finanziell geben sie einiges auf. Plötzlich braucht René Hilfe von aussen. «Vorher waren immer meine Leistung und mein Erfolg im Beruf entscheidend. Jetzt war ich auf einmal abhängig von Gott. Das gab mir eine ganz neue Freiheit.»

Direktor und Matrose
Die meiste Zeit arbeitet der neue Direktor im Büro in Lausanne: Öffentlichkeitsarbeit, neue Crew rekrutieren, Rohstoffe beschaffen. Und von Zeit zu Zeit ist er mit seiner Frau auf dem Schiff «Africa Mercy» und sie unterstützen die Mannschaft. Doch nicht von der Chef-Etage aus. «Ich arbeite in der Kantine. So kann ich den Menschen praktisch helfen und sie ermutigen.»

Auf vieles muss das Direktoren-Ehepaar verzichten. So muss sich Maryse wieder eine bezahlte Stelle suchen. Aber sie bleibt ein Teil von Mercy Ships. Die Arbeit von René und Maryse ist nun «anders sinnvoll». Sie sehen, wie Menschen auf der «Africa Mercy» aus der Not herausgezogen werden. «Es berührt mich zu sehen, wie die Patienten ankommen: blind und verkrüppelt. Oft muss man sie aufs Schiff tragen. Einige Wochen später gehen sie selbst vom Schiff herunter – voller Freude und Dankbarkeit.»

( © Online-Redaktion ERF Medien)
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