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Im Einsatz für die Flüchtlinge

Ruth Hauser
(c) ERF Medien
20.02.2017
«Bloss nicht zu verhungern reicht nicht!»
 
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Ruth Hauser hat einen grossen Gerechtigkeitssinn und ein noch grösseres Herz. Viele Jahre engagiert sie sich für Flüchtlinge, bis sie nicht mehr kann und will. Doch Gott hat andere Pläne. Heute ist die engagierte Frau wieder mit vollem Herzen in der Flüchtlingsarbeit am Werk.
«Ich sass weinend auf dem Stuhl, betete und wusste nicht mehr was machen.» Ruth ist mit dem Pflichtenheft ihrer Stelle als Seelsorgerin im Gastgewerbe total überfordert. Da klopft es plötzlich an der Tür und ein Tamile fragt, ob sie Deutschkurse anbiete. Das kommt wie gerufen. Eine Woche später gibt sie ihren ersten Deutschkurs. Nebst dem Unterricht hilft sie ihren Schülern auch beim Ausfüllen ihrer Papiere. «Ich fühlte mich total am richtigen Ort.»

Traumberuf Lehrerin
«Eigentlich wollte ich immer Lehrerin werden.» Diesen Traum muss Ruth jedoch lange zurückstecken. In ihrer Jugendzeit muss sie intensiv in der Arztpraxis ihrer Eltern mithelfen und auf viel verzichten: «Durch meine Arbeit in der Praxis habe ich aber viel über den Umgang mit Menschen gelernt und ein Herz erhalten für die Not anderer.» Obwohl ihr Traumberuf Lehrerin wäre, macht Ruth das KV, dann eine Lehre als Röntgenassistentin und arbeitet anschliessend im Spital. Nach einer Zeit als Mutter und Hausfrau lässt sie sich zur Sozialberaterin und Gemeindediakonin ausbilden. Erst der Tamile mit der Frage nach Deutschkursen bringt die Wende und die gewünschte Erfüllung. Deshalb absolviert sie die Ausbildung zur DAF-Lehrerin (Deutsch als Fremdsprache) und arbeitet bis zu ihrer Pension beim Sozialamt Zürich.

«Jetzt mag ich nicht mehr»
Zehn Jahre nach ihrer Pensionierung besucht Ruth einen Kurs für Sterbebegleitung bei der Caritas. Dort trifft sie auf eine Frau, die sich für Flüchtlinge engagiert. Ruth meint zu ihr: «Ich habe das 20 Jahre gemacht, jetzt mag ich nicht mehr.» Doch es kommt anders, als sie denkt. Eine Woche später läuft sie an einer Zivilschutzanlage vorbei und sieht eine Gruppe Ausländer: Viele junge Männer, die kärglich wohnen und nicht arbeiten dürfen. Sie ist schockiert. Also beginnt sie im Herbst 2015 damit, Nähkurse und Ausflüge für die Flüchtlinge zu organisieren.

Vollgas für die Flüchtlinge
Als Ruth im Januar 2016 von den Ferien zurückkommt, sind alle Flüchtlinge weg. Sie wurden auf andere Anlagen verteilt. Ruth findet die Syrerin Nabar in einer Asylunterkunft etwa zwölf Kilometer weiter. Dort sind die Zustände noch schlimmer. Sie macht dort regelmässig Besuche, um für die Flüchtlinge zu kochen oder ihnen bei der Wohnungs- und Stellensuche zu helfen. Da die Flüchtlinge aus ihrer Sicht ungenügend betreut werden, hat sie schon mehrere Briefe an die Behörden gesandt und damit auch schon Erfolge erzielt. Ruth kämpft dafür, dass alle einen menschenwürdigen Aufenthalt in der Schweiz haben: «Bloss nicht zu verhungern reicht nicht!»

( © Online-Redaktion ERF Medien)
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