Fast genau 50 Jahre nach dem berühmten Trickfilm bringt Disney «The Jungle Book» wieder ins Kino. Mit den neuen technischen Möglichkeiten, ans heutige Kino angepasst. Will heissen: Der Dschungel und die Tiere sind perfekt in 3D animiert, es ist ein rasanter, dramatischer Film, aber die alten Bekannten und teilweise auch die Songs haben neue Charakterzüge erhalten.
Die Geschichte, basierend auf Erzählungen des englischen Schriftstellers Rudyard Kipling, ist die gleiche: Der Menschenjunge Mogli wird von einem Wolfsrudel adoptiert und führt ein glückliches Dschungelleben, bis Tiger Shir Khan von seiner Existenz erfährt. Von nun an ist sein Leben nicht mehr sicher. Er muss fliehen und der Panther Baghira will ihn zurück in die Zivilisation begleiten. Kein einfaches Unterfangen, weil Mogli sich im Dschungel viel eher zu Hause fühlt. Auf seiner Flucht lernt er jedoch auch die gefährlichen, düsteren Seiten dieses Zuhauses kennen.
«The Jungle Book» ist optisch eine Meisterleistung, man taucht richtig in den Dschungel ein. Auch die Tiere sehen aus wie echt, wodurch man sich etwas daran gewöhnen muss, dass sie wie Menschen reden. In der englischen Originalversion haben Balu, Baghira und Co. die Stimmen von Hollywood-Grössen wie Ben Kingsley, Bill Murray und Scarlett Johansson. Leider kommt der Humor in der neuen Version etwas zu kurz, dafür gibt es hochdramatische Szenen. Für kleinere Kinder weniger geeignet.
Rezension von Evelyne Baumberger (Redaktorin Radio Life Channel)