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Kino-Tipp «Silence»

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04.03.2017
Die Fragen in diesem Film von Martin Scorsese sind hochaktuell.
 
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Format: Medientipp
Thema: Medien

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Von Neros Löwen bis zum IS: Christen sind in der Geschichte immer wieder verfolgt und brutal gefoltert und getötet worden. Eine weniger bekannte Facette der Christenverfolgung ist das abgeschottete Japan von Mitte des 16. bis Mitte des 19. Jahrhunderts. In dieser Zeit wurde das Christentum verboten und die Zahl der japanischen Christen reduzierte sich von vorher 300 000 auf praktisch Null. Unter Folter wurden sie gezwungen, ihrem Glauben abzuschwören oder wurden auf qualvolle Weise hingerichtet.

In dieser Situation spielt der Film «Silence». Zwei junge Jesuiten-Patres (Andrew Garfield und Adam Driver) reisen unter Lebensgefahr nach Japan. Ihre Mission: Einen älteren Jesuiten-Pater (Liam Neeson) finden, der angeblich dem Glauben unter der Folter abgeschworen haben soll. Sie lernen die versteckten Christen kennen und das Schicksal, das sie ereilt, wenn sie aufgespürt werden, am eigenen Leib.

«Silence» ist ein quälender, komplexer Film. Quälend nicht nur wegen der Folterszenen, die früheren Filmen von Regisseur Martin Scorsese («Gangs of New York») in nichts nachstehen. Sondern vor allem wegen der schwierigen Fragen, die aufgeworfen werden. War es falsch, dass die Jesuiten in Japan missionierten, wenn nun Tausende deswegen getötet werden? Und wo bleibt Gott, als Pater Rodrigues selber die Entscheidung treffen muss, wie wichtig ihm Jesus ist? Der Filmtitel bezieht sich auf die Stille, welche die Hauptfigur Pater Rodrigues von Gott wahrnimmt.

Trotz seiner Härte ist «Silence» sehenswert, gerade für Menschen, welche ihren Glauben als das Wichtigste im Leben empfinden. Die aufgeworfenen Fragen sind hochaktuell. Regisseur Martin Scorsese hat seinen Film übrigens den japanischen Christen und Pastoren gewidmet.

Rezension von Evelyne Baumberger

Filmvorführungen mit Diskussion
Sonntag, 5. März 2017, 10.30 Uhr
Kino Camera, Bern
Seilerstr. 8
3011 Bern
10.30 Uhr
Anschliessend Diskussion mit Basil Schweri (aki-Bern, katholische Hochschulseelsorge Bern, Filmemacher) und Franz-Xaver Hiestand SJ (aki-Zürich)
Moderation: Andreas Krummenacher (pfarrblatt Bern)
Billett-Bestellung an: info@aki-zh.ch
 
Dienstag, 7. März 2017, 18.30 Uhr
Kino Bourbaki, Luzern
Anschliessend Diskussion mit Tobias Brücker M.A. (Kulturwissenschaftler, Uni Luzern), Toni Kurmann SJ (Leiter Stiftung Jesuiten weltweit), Prof. Dr. Sven Trakulhun (Historiker mit Spezialgebiet Ostasien, Uni Konstanz)
Moderation: Franz-Xaver Hiestand SJ (katholische Hochschulgemeinde Zürich, früher Leiter Hochschulseelsorge Luzern)
Billett-Bestellung an: info@aki-zh.ch

( © Online-Redaktion ERF Medien)
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