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Hiebe statt Liebe

Michel Stahl  |  (c) ERF Medien
16.07.2014
Ein gemobbter wird Bodyguard
 
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Beitrag aus: antenne August 2014
Thema: Medien
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Zuhause geschlagen, in der Schule gemobbt – Michael Stahl geht als Kind durch die Hölle: «Für mich ist die Hölle ein Ort, an dem die Liebe fehlt.» Sein Leben scheint so unerträglich, dass er als Achtjähriger nicht mehr weiterleben will. Doch aus dem wehrlosen Jungen wird ein bekannter Bodyguard in Deutschland.

Zur seiner Kundschaft gehören Muhammad Ali, Modern Talking, Nena oder auch der Papst. Michael Stahl beschützt als Bodyguard die Stars und Sternchen. «Endlich bekam ich die Anerkennung, nach der ich mich so lange gesehnt hatte.» Doch vergisst der Ehemann und Vater, sich um seine Familie zu kümmern – bis sich sein eigener Sohn umbringen will. «Ich habe nicht die gleichen Fehler gemacht wie mein Vater – aber dafür 1000 andere.» Michael Stahl merkt, dass er seinen Sohn an den gleichen Abgrund gebracht hat, an dem er als kleiner Junge selber stand. 

Denn auch Michael Stahl läuft als Achtjähriger zu den Bahngeleisen: «Alles schien kein Ende zu nehmen.» In der Schule wird Michael Stahl ausgelacht, denn alle wissen, wie ärmlich seine Familie lebt. Sein Vater schlägt ihn und nimmt ihn regelmässig mit zum Betteln: «Ich habe mich geschämt.» So kommt es, dass der Junge keinen Ausweg mehr sieht. «Aber an den Bahngeleisen spürte ich Gott und  schöpfte neuen Mut.»

Doppelte Versöhnung
Es ist 7 Jahre her, als Michael Stahl von seiner Ex-Frau die Nachricht bekommt, dass sich sein Sohn umbringen will. Sofort fährt er zu ihnen. Im Zimmer des Jugendlichen kochen die Emotionen hoch: «Er schrie mir ins Gesicht, dass er mich hasste und warf mich raus.» Wieder bei sich zu Hause, legt Michael Stahl verzweifelt den Scherbenhaufen vor Gott. «Ich realisierte, dass ich meinen Sohn im Stich gelassen hatte.» Er entscheidet sich, nochmals zurückzufahren: «Ich gestand meine Fehler ein: Mein Sohn gab mir nochmals eine Chance.»

Im gleichen Zeitraum träumt Michael Stahl, dass sein Vater bald sterben würde. «Da wusste ich, dass ich mit ihm echten Frieden haben möchte.» Er fährt zu seinem Vater in eine kleine Pension. Dort bittet er ihn um Entschuldigung: «Er schaute mich 10 Sekunden wortlos an und konnte nicht begreifen, dass gerade sein Sohn ihn um Vergebung bitten würde.» Doch für Michael Stahl spielt es keine Rolle, wer mehr oder weniger Schuld hat: «Fakt ist, dass auch ich Fehler gemacht habe.» Zum ersten Mal nach langer Zeit setzen sich Vater und Sohn wieder gemeinsam an den Tisch.

Kurz nach dieser Versöhnung hängt Michael Stahl seinen Job als Bodyguard an den Nagel: «Ich brauchte die Anerkennung der Welt nicht mehr.» Heute ist er als Gewaltpräventionsberater unterwegs, hält Referate. Er möchte Menschen ermutigen, einander zu vergeben: «Es ist schön zu sehen, wie sich Familien wieder in die Arme nehmen.»

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( © Online-Redaktion ERF Medien)
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