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Die Medien-Revolution (Teil 1)

Medien  |  (c) Fotolia
11.12.2014
 
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Beitrag aus: antenne Januar 2015
Thema: Medien
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Internet und Smartphone sind zu einem ganz selbstverständlichen Bestandteil unseres Alltags geworden. Wir wachsen dabei so in die neue Medienwelt hinein, dass wir fast vergessen, wie grundlegend der aktuelle Umbruch nicht nur unser Medienverhalten, sondern unsere ganze Gesellschaft verändert.

6. August 1991: Am CERN in Genf wird das World Wide Web öffentlich – ein erster Webserver nimmt seinen Dienst auf. Noch nicht einmal 25 Jahre später blicken wir auf eine rasante Entwicklung zurück. So verzeichnet man heute ein weltweites Datenaufkommen von einem Exabyte pro Tag – in Worten sind dies 1 000 000 000 000 000 000 Zeichen. Und seit 2003 das Internet als Web 2.0 mit Facebook, Twitter, YouTube, Blogs und Videos immer interaktiver und lebendiger wurde, hat eine eigentliche Medienrevolution eingesetzt. Das Internet verändert nicht nur die Medienwelt, sondern auch unsere Gesellschaft und sogar unser persönliches Leben. Nicht umsonst wird die gegenwärtige Medienrevolution von der Bedeutung her mit der Einführung des Buchdrucks vor 500 Jahren verglichen.

Die Informationsfülle im Internet wächst und wächst. Alle 60 Sekunden werden 600 Videos auf YouTube hochgeladen, in sozialen Internetplattformen werden 695 000 Statusmeldungen geschrieben und 510 040 Kommentare dazu abgegeben und ebenfalls jede Minute (!) werden 168 000 000 E-Mails versandt. Auch unser Medienkonsum steigt: 461 Minuten nutzen wir in der Deutschschweiz jeden Tag Medien. 2008 waren es noch 373 Minuten gewesen. Fernseh- und Radiokonsum sind nach wie vor top, stark zunehmend nutzen wir das Internet. Grosser Verlierer sind die gedruckten, abonnierten Tageszeitungen. In Deutschland beispielsweise ging die Auflage der Tageszeitungen von 30,1 Millionen im Jahr 1983 auf 17,5 Millionen im Jahr 2013 zurück. Ein Minus von 42,5 Prozent in 30 Jahren: Da braucht man nicht Prophet zu sein, um das Ende der gedruckten Zeitungen vorauszusagen. Denn die Abonnements- und Inserateeinnahmen brechen weg – in Deutschland beispielsweise gingen diese allein in drei Jahren von 2010 (3,6 Milliarden Euro) bis 2013 (2,9 Milliarden Euro) um 20 Prozent zurück. Zwar investieren die Verlage intensiv in neue Websites, doch die entsprechenden Einnahmen aus Internetwerbung decken nur einen kleinen Teil der Einnahmeausfälle.

Verändert hat sich auch die Rolle der Medien. «Wetten, dass..?» wurde im vergangenen Dezember zum letzten Mal ausgestrahlt und signalisiert damit das Ende der grossen «TV-Kisten», die am Samstagabend die ganze Familie vor dem Fernsehapparat vereinigen konnten. Es gibt keine Programme für das «breite Publikum» mehr. Für jede Zielgruppe braucht es andere Formate, andere Kanäle und andere Zeiten. Und Medienunternehmen können uns immer weniger vorschreiben, wer wann was zu empfangen hat. Medien müssen ihre Rolle als Programmdirektor mit derjenigen des Inhaltsanbieters eintauschen.

Den zweiten Teil dieses Artikels lesen Sie in
der nächsten antenne-Ausgabe.

( © Online-Redaktion ERF Medien)
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