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Der Reiz, Neues zu entdecken

Mann steht auf einem Berg und leuchtet mit seiner Helmlampe abwärts
Licht ins Dunkel | (c) Isaac Davis/Unsplash
14.07.2021 15.07.2021
Gottes Spuren in meinem Leben
 
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Von Heidi Pauli

Die Entdeckerfreude steckt in jedem Menschen, so vermute ich: Ob es dabei um ein neues Kochrezept geht, um mögliches Leben auf dem Mars oder den Sinn im Leben: Wenn wir etwas Neues entdecken, schenkt uns dies Freude und Befriedigung. Denn unser Geist will keine Null-Kalorien-Diät. Ich – für meinen Geschmack – entdecke und probiere weniger Gewürzkombinationen beim Kochen. Nein, ich erliege gerne dem Zauber eines neuen Buches und suche gerne nach Gottes Spuren in meinem Leben.

Die Entdeckerfreude begann mit Büchern. Meine Mutter mit ihrer wunderbaren Erzählkunst weckte in mir die Liebe zu Märchen, Geschichten und Literatur. Schon als Kind war ich eine Leseratte und entdeckte die Welt gerne in meiner Fantasie auf dem Rücken eines Pferdes, litt am Marterpfahl mit den Indianern oder träumte von einem «Nachtheuel», einer eher bedrohlichen Figur aus einem Erziehungsbuch.

Demzufolge war ich als Schulmädchen in unserer Bibliothek immer auf der Suche nach Lesestoff und verschlang wahlweise Krimis, Klassiker wie Winnetou, Werke von Federica de Cesco und – falls nicht genügend Nachschub vorhanden war – las ich sogar Namen in Telefonbüchern.

Natürlich fehlte zuhause auch eine Bibel mit eindrücklichen Bildern von Julius Schnorr von Carolsfeld nicht. So war meine Welt mal von imposanten Bildern aus biblischen Geschichten geprägt, dann wieder rund und bunt der eigenen Fantasie überlassen.

Biografie und Gottessuche
Die kindliche Bilderwelt der Bibel wich über die Jahre einer Suche nach einem Gott der Hoffnung, nach Wahrheit und nach Sinn im Leben. Und etwas darf ich Ihnen jetzt schon verraten: Heute, Jahrzehnte später, bin ich überzeugt, dass Gottes Wort Realität ist, dass wir Gott entdecken können. «Wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, werde ich mich von euch finden lassen.» Diese Zusage verspricht Gott durch den Propheten Jeremja (29,13-14) seinem Volk im Alten Testament.

Das Schöne bei meiner Gottessuche: Es gab keinen Zeitplan, keinen Zeitdruck dabei, keine DIN-Norm auf dieser abenteuerlichen Entdeckungstour; keine verordneten Kirchenbesuche (ausser dem Konfirmandenunterricht), keine unfreiwilligen Buss- und Gebetsübungen.

Natürlich war meine Suche nicht immer gleich intensiv. Während meiner Ausbildung hatte ich keine Zeit für grosse Suchaktionen: Den Terminplan voll, die Sportschuhe geschnürt, war ich im Wissensrausch, der keine vermeintlich «ziellosen» Schritte zuliess.

Wie auf jedem Weg gab es Stolpersteine und Ausrutscher im Morast. Umwege gehören dazu. Doch meine Entdeckerfreude liess mich beharrlich diese Suche nach Gott weiterführen. Eine besonders schöne Stelle in der Bibel ermutigte mich auf dieser Suche: «In Christus liegen verborgen alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis.»

Diese Worte sind für mich wie ein Aufruf, Gott zu suchen, die Schätze und Weisheit in seinem Wort zu heben. Zu sehen, wie es funkelt und wie ewig gültige Worte ihre Kraft auch im 21. Jahrhundert entfalten. Weil diese Schätze verborgen sind, braucht es Zeit, Geduld und Achtsamkeit, dazu feinfühlige Sinne, um diese Perlen, diese Edelsteine und Kostbarkeiten zu finden, sie zu polieren und sich dann an ihnen zu erfreuen. Sie beginnen in unserem Innern zu glänzen und uns zu formen. Unser Denken zu verändern.

Es gibt keine Person auf der Welt, die Gott so entdeckt hat, wie ich es erfahren durfte. Denn Gott kennt und spricht die Herzenssprache jedes Menschen. Die ganze Biografie spielt dabei eine Rolle. Daher waren für mich Bücher, die Bibel und die Faszination, dass Gott das Wort des Lebens ist, sehr wichtig, ja entscheidend bei meiner Suche nach ihm.

«Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.» (Joh. 1,1)

Jede Schatzsuche ist individuell
Vielleicht ist Musik ihre Leidenschaft. Ihr Gemüse- und Blumengarten erfreut Sie und schenkt Ihnen Kraft. Oder Sie sind begeistert von der neusten Technologie: Gewiss werden Sie in anderen Situationen das Göttliche erahnen, erfahren oder sehen, als jede andere Person. Egal, wie Sie fühlen, denken oder handeln: Wenn Sie Gott von ganzem Herzen suchen, verspricht er, sich finden zu lassen. Es ist befreiend, dass Gott uns besser kennt als alle Google-Algorithmen. Er hilft uns auf der Suche nach ihm, die Schätze zu finden und zu heben, die unsere Seele nähren und sättigen. Er verspricht auch, uns zu leiten, egal wo wir uns befinden: «Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äussersten Meer, so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten.» (Psalm 139,9).

Diese wunderbaren Worte berühren mich jedes Mal, wenn ich sie lese oder höre. Es ist keine Angst vor einem Gott, der alles über mich weiss – auch das Dunkle –, sondern das Befreiende, dass er mich in meiner ganzen Persönlichkeit dort abholt, wo ich in meinem Lebens- und Glaubensprozess bin, und mich bedingungslos annimmt.

Und wenn unsere Suche nach dem Schatz
nicht erfolgreich scheint?
Nicht nur wir Menschen suchen nach Gott. Ich bin überzeugt, auch das Umgekehrte gilt: Gott sucht Sie und mich. Er will uns mit offenen Armen empfangen, wie er das im Gleichnis vom verlorenen Sohn im Lukasevangelium, Kapitel 9, zeigt. Der Vater hält immer wieder Ausschau nach seinem Kind, das lange nichts von ihm wissen wollte. Er lässt uns unseren eigenen Weg gehen, unsere eigenen Entdeckungen machen, bis wir bereit sind, ihm zu vertrauen.

Vielleicht lassen Sie Ihre biografischen Stationen Revue passieren und suchen nach Spuren von Gott in Ihrem Leben. Er ist es wert, dass Sie ein Leben lang nach ihm suchen, von ihm lernen und sich beschenken lassen.

Was mich betrifft, gibt es in meinen Glaubensschatz immer neue Erkenntnisse. Der Glanz anderer Weisheiten verblasst immer mehr. Ich darf meinen Schatz mit anderen teilen. Ebenso erfreue ich mich am Glaubensschatz meiner Mitmenschen. Wir sind gemeinsam auf der Suche. Es gibt noch viel zu entdecken.

Die Schatzkarte und der Spaten sind bereit für neue Abenteuer mit Gott. Daneben lese ich immer noch leidenschaftlich gerne Krimis, Biografien und Romane aus allen Genres. Und ich freue mich über jede Spur, in der ich Gottes Liebe, Güte, Nähe und Erbarmen entdecke. Gott freut sich über Suchende. Er verspricht, dass er ihre Suche belohnt. Es ist sein grösster Wunsch, sich von Menschen finden zu lassen.

( © Online-Redaktion ERF Medien)
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