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Gerüttelt und geschüttelt

Wucht und Wildheit von Ozeanwellen
Wucht und Wildheit von Ozeanwellen | (c) 123rf
16.04.2020
Leben und Hoffnung finden in den Unruhen dieser Zeit.
 
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Von Marnie Hux-Ebermann

Die ganze Welt ist erschüttert in diesen Wochen und Monaten. Grenzen wurden geschlossen, der Notstand ausgesprochen und in vielen Ländern Ausgangssperren verhängt. Die Corona-Krise gräbt und kratzt am Fundament und Mauerwerk der Existenz, an Beziehungen und an dem Leben, das wir uns doch eigentlich so sicher und gut eingerichtet haben.

Es wackeln die Grundfeste der Länder, deren Wirtschaft, Betriebe, Unternehmen, Kultur und alles, was das Leben «vermeintlich» zusammenhält. Mit dem schüttelt es unsere Arbeit, unsere sozialen Kontakte, auch unsere Familien, mit denen wir entweder wieder eng zusammenrücken dürfen oder die wir aufgrund der ausserordentlichen Situation und Ansteckungsgefahr nicht sehen und besuchen können. Es ist nicht mehr «wie amigs», irgendwie nicht mehr «wie früher». Sorgen schleichen sich ein um die Liebsten, Gedanken kreisen rund um das Thema und Ängste fallen auf fruchtbaren Boden.

«Was ist, wenn … ?» ist zur grossen Frage dieser Zeit geworden. Wir fragen uns, was wohl passiert, wenn die Krise länger dauert und die Regierungen und Finanzmärkte kollabieren. Unruhe macht sich breit beim Gedanken, ob die Wirtschaft standhält und ob die Geschäfte überleben können, wenn das gesellschaftliche Leben weiterhin auf das Nötigste beschränkt wird.

Wie lange die Grenzen geschlossen bleiben, steht in den Sternen und damit auch, wann wir das nächste Mal die Verwandten und Freunde im Ausland besuchen können. Wie gelingt es uns, in all den Wirren an unserem Glauben und der Hoffnung an eine gute Zukunft festzuhalten?

Gott fordert uns in der Bibel immer wieder auf: «Fürchtet Euch nicht.» Es ist aber gar nicht so einfach, den Moment auszuhalten und während der tobenden Stürme in der Ruhe zu bleiben. Genauso wenig gibt es die richtigen Antworten auf unsere Fragen. Die Situationen der Menschen sind so unterschiedlich wie sie selbst. Es gibt einfach keinen pauschalen Weg, der aus der Krise und der Unsicherheit führt. Und doch sagt Gott in alledem: «Fürchtet Euch nicht.»

David schrieb in seinen Psalmen, dass die einzige Furcht, die uns guttut, die Ehrfurcht vor Gott ist. Wir bekommen eine leise Ahnung davon, wenn wir nachts den Sternenhimmel mit seinen unzähligen Sternen bewundern. Vielleicht werden wir auch etwas ehrfürchtig, wenn wir auf die Natur und den Frühling schauen mit allem, was erwacht und in den prächtigsten Farben anfängt zu blühen.

In Psalm 91 lesen wir, dass wir unter dem Schirm des Höchsten und im Schatten des Allmächtigen Zuversicht finden und diesem Gott als «Burg» und Hoffnung begegnen.

Aus diesen Worten spricht eben diese «Ehrfurcht», die erkennen lässt, wie unendlich gross Gott sein muss. Er ist allmächtig, das heisst, mit einem Fingerschnipp könnte er sofort jede Krise stoppen. Er ist der Höchste. Das bedeutet, er könnte sofort jedes Virus töten. Gott ist gut und Krankheit und Tod gehen niemals von Gott aus. Aber zuweilen lässt er Dinge zu aus Gründen, die wir nicht verstehen. Wir blicken immer nur auf Stückwerk und sehen nicht wie er das «Grosse-Ganze». Es steht auch geschrieben, dass Gott Liebe ist. Nicht nur, dass er uns liebt, sondern dass er Liebe ist. Auch das übersteigt unser Verstehen. Und doch ist das Wissen um diese Liebe entscheidend, ob wir im Glauben oder aus der Angst heraus leben und handeln. Der, der Himmel und Erde geschaffen hat, meint es ernst, wenn er sagt, dass er uns liebt.

Gott selbst ist diese ernstzunehmende Liebe, über die Paulus im Brief an die Korinther sprach.

( © Online-Redaktion ERF Medien)
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