Logo

Die Ehe fürs Leben contra Scheidungsraten

 (c) Fotolia
13.04.2015
 

Weiterempfehlen

  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
 

Von Sandra Meichtry

Mehr als zwei von fünf Ehen* gingen 2014 in die Brüche. Woran liegt es, dass Paare die Ehegemeinschaft entgegen ihrer Vorsätze vorzeitig beenden und wie kann Ehe heute gelingen? Ich begebe mich auf Spurensuche.
 
Märchenland, 30. Februar, Jahre später. Cindy wischt sich eine vorwitzige Locke aus dem Gesicht und zupft ihre Rüschchen- Schürze zurecht. Der Dreck klebt heute aber auch widerspenstig an den Töpfen. Bald schon muss sie los – Hänsel zur Fechtstunde begleiten. Klein Gretel – von der Muse geküsst – kritzelt derweil unbeirrt Kreideblumengärten auf die Bodenfliesen. «Gretel, lass das! Malen kannst Du …» Nein, ausreden klappt auch heute nicht, denn schon scheppert es aus einer Ecke in der Küche. Ob es der Stiefel des Katers war, der da durch die Lüfte segelte und zielsicher die Linsenschale vom Tisch katapultierte? Erschöpft sinkt Cindy auf den nächstbesten Stuhl, bettet ihr Gesicht in die spröden Hände und betrachtet ungläubig ihr abgehetztes Konterfei in der leicht schmierigen Fensterscheibe: Was war bloss geschehen? So hatte sich Cinderella ihr Leben am Tag ihrer Traumhochzeit mit ihrem Prinzen nicht ausgemalt. Auf Händen tragen wollte er sie. Und hatte er ihr nicht das Blaue vom Himmel versprochen? Alltagsgrau, das ist alles, was von den schillernden Träumen übrig geblieben ist. Und eines ist sicher: Dieser trübe Rest ist einer Prinzessin nicht würdig!
 
Bis dass der Liebe Tod Euch scheidet
Sie haben richtig gelesen: Der Liebe Tod. Auch wenn die Scheidungsraten seit 2006 erfreulicherweise kontinuierlich sinken – das Sterben der einst verbindenden Liebe macht dem Ehe-Ende durch den physischen Todnach wie vor Konkurrenz. Immerhin 40,3 % der Schweizer Ehen wurden 2014 vorzeitig durch den Richter beendet*. Die durchschnittliche Ehe 2014 hielt knapp 15 Jahre. Ernüchternde Zahlen, trotz der Trendwende. Genauso desillusionierend mutet Cinderellas Geschichte an. Sie zeigt, dass auch Märchenehen vom Alltagseinerlei eingeholt werden. Aber was konkret macht der Liebe den Garaus und bringt Ehen das Scheitern bei? Diese Gründe bewegen einst verliebte Paare dazu, ihre gemeinsame Geschichte Geschichte sein zu lassen und das neue Kapitel «Zivilstand geschieden» zu schreiben:
 Untreue, Seitensprung

  • Ungleiches Geben und Nehmen
  • Emotionale Kälte
  • Partner hat sich während der Ehe verändert
  • Partner lässt sich nicht verändern
  • Zu wenig Zeit als Paar
  • Unverarbeitete Probleme aus früheren Beziehungen respektive Vergangenheit/ Kindheit

 So weit, so gut. Was aber verbirgt sich hinter diesen Gründen? Es seien mir hier ein paar riskante geistige Turnübungen erlaubt. Eigentlich geht es meistens um dasselbe: Der Prinz wird irgendwann wieder zum Frosch und die Prinzessin spürt die Erbse nicht, ergo ist auch sie nicht ganz so adelig, wie erhofft. Scheidungen wurzeln häufig in enttäuschten Erwartungen. Natürlich klammere ich hier bewusst Härtefälle wie z. B. Misshandlungen aus. Das sind besonders tragische Schicksale, die gesondert beleuchtet gehören.

Mehr über die "Die 10 Besten" erfahren. Die 10 besten Werte, spricht 10 Gebote, die Türen für ein sinnvolles Leben öffnen


( © Online-Redaktion ERF Medien)
Anzeige
Freude am Garten | medium rectangle
10% Ihres Gartenauftrages | medium rectangle
Gartenplanung | medium rectangle
Ferien am Meer | Mobile Rectangle
Stricker Service | Mobile Rectangle
Weiterbildung | Mobile Rectangle
Anzeige
Gartenplanung | half page
Anzeige
dabplus | Leaderboard
Mehr «Gesellschaft»
ERF Medien, Witzbergstrasse 23, CH-8330 Pfäffikon ZH, Tel. +41 44 953 35 35, Mail erf@erf.ch
Glauben entdecken - Leben gestalten