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Wir schreiben Geschichte

Vom leeren Blatt zur Geschichte
Vom leeren Blatt zur Geschichte | (c) unsplash
22.07.2020
8 Schreibtipps für Geschichten und mehr.
 
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Fragen Sie sich auch manchmal, wie eine gute, erfolgreiche Geschichte aufgebaut ist? Was benötigt eine gute Story? Sie entschlossen etwas zu schreiben, finden aber keinen Anfang? Ein paar einfache Tricks und Kniffs können hier helfen, Knoten in den Gedanken zu lösen, uns auf eine andere, ganz neue Spur zu bringen und uns einfach mal anfangen zu lassen.

Bevor es losgeht: Vergeben Sie den Lehrern und Eltern all die Fehler, die sie in Ihren Aufsätzen rot angestrichen haben, ohne die Genialität Ihrer eigentlichen Geschichten gewürdigt zu haben. Das Pressen in all die Formen, in die Ihre Geschichten hätten passen sollen, bevor sie überhaupt entstehen konnten. 

1. Einfach drauf los!

Gott um offenen Himmel bitten und einfach anfangen. Nicht zu viel überlegen, alles was in den Sinn kommt, einfach aufschreiben, egal, ob es grad Sinn macht oder nicht. Zu Anfang einfach den Impulsen folgen, ohne darüber nachzudenken. Sortieren, ordnen, löschen, ändern kann man später immer noch. Wenn das zu früh kommt, killt es jede Inspiration, Idee und Kreativität.

2. Das Geheimnis des ersten Gedankens

Häufig sind die ersten Ideen und Gedanken für eine Geschichte oder ein Thema schon die richtigen. Oftmals «zerdenken» wir diese guten, ersten Gedanken, suchen andere, passendere, adäquatere oder gefälligere. Der Flow kommt jedoch meist dann, wenn wir unserem Herzen folgen. Und das meldet sich ziemlich oft sehr schnell und häufig zu Anfang. Versuchen wir, es nicht zu überhören.

3. Vielleicht einmal das Umfeld ändern
Kaum losgelegt und schon stockt’s? Nichts geht mehr, es kommt kein weiterer Gedanke, kein weiterer Anreiz. Was mir jeweils hilft ist, andere Ecken vom Gehirn zu aktivieren. Das kann man tun, indem man vom immer gehörten Popmusik-Sender auf den Klassik-Sender wechselt. Wenn man immer Kaffee trinkt, wäre vielleicht ein frischer Fruchtsaft inspirierend.

Wenn das alles nichts nützt, wechseln Sie den Schreib-Ort. Im Büro am Schreibtisch kann es auf die Dauer sehr eintönig sein, und die Kreativität geht flöten. Dann macht es Sinn, den Schaffens-Ort zu wechseln; vielleicht setzen Sie sich in ein belebtes Café in der Fussgängerzone oder im strömenden Regen ans Ufer eines Flusses, um dort mit neuen Sinneseindrücken weiterzuschreiben. Ganz bestimmt kommen so neue Gedanken. Und andere.

Meine Weihnachtsgeschichte - jetzt einsenden | (c) ERF Medien

Meine Weihnachtsgeschichte - jetzt einsenden | (c) ERF Medien

4. Dramaturgischer Aufbau guter Geschichten

Erzählungen und Geschichten haben einen dramaturgischen Aufbau. Jede Story durchläuft einen Prozess, startet mit einem Anfang und endet nach dem Mittelteil mit dem Schluss. Doch zunächst benötigt eine Geschichte auch einen Rahmen: Denn das Publikum muss wissen, wo die Erzählung stattfindet, wann sie erzählt wird und wer darin vorkommt.

Bereits Aristoteles gliederte einen erfolgreichen Aufbau einer Geschichte überwiegend in «drei Akte»:

  • Der erste Akt ist dem Aufbau des Konflikts gewidmet,
  • im zweiten Akt gibt es einen Wende- und Höhepunkt
  • und im dritten Akt wird der Konflikt gelöst, oder ggf. eröffnen sich gedanklich neue Perspektiven, um der Lösung ein Stück entgegenzugehen oder mit der Situation leben zu können.

Häufig spielt auch ein Gegenstand eine wichtige Rolle und erzählt einen Teil der Geschichte, wie etwa der vergiftete Apfel von Schneewittchen oder der Schuh bei Aschenbrödel.

5. Spannung und Entspannung

Mit gleichförmigen, kurzen Sätzen bauen Sie Spannung auf: «Er meinte es nicht so. Sein Herzschlag wurde schneller. Er wusste, es ist vorbei.» Für den entspannenden Moment in der Geschichte dürfen die Sätze wieder länger und miteinander verbunden werden. Die Inhalte erhalten wieder vermehrt einen beschreibenden Charakter.

6. Innere Bilder sprechen lassen

Wir alle haben ein gewisses Mass an Vorstellungsvermögen. Beim Entwickeln einer Geschichte, läuft diese manchmal ziemlich detailliert vor unserem geistigen Auge ab. Wir können die Protagonisten und das Umfeld förmlich sehen.

Nun gilt es, genau hinzusehen und diese Bilder vor unserem geistigen Auge so gut wie möglich zu beschreiben. Welche Farbe hat der Nachthimmel? Ist er einfach dunkel oder ziehen Wolken vorbei? Ist es eine bedrohliche Finsternis oder eher Dämmerung, in der die Dinge noch schemenhaft erkennbar sind? Mit Beschreibungen erzielen wir bleibende Bilder in den Köpfen und Emotionen in den Herzen der Leser. Es wird plastisch.

Nehmen wir beispielsweise eine tanzende Figur auf einer Blumenwiese. Wir können sagen: «Und dann tanzte sie auf der Blumenwiese.» In einer Geschichte, die Emotionen wecken soll, können wir diesem Bild Leben einhauchen, in dem wir tiefer beschreiben, was wir vor unserem inneren Auge sehen: «Befreit von all dem, was auf ihr lastete, hüpfte und tanzte sie fröhlich singend quer über die herrlich duftende Blumenwiese, die den anbrechenden Morgen in frische Frühlingsfarben kleidete». (Fast alle Sinne sind jetzt angesprochen. Unser inneres Auge, unsere inneren Ohren und der geistige Geruchssinn. Bringen wir dazu noch das kühle Morgentau aufs Parkett, spüren wir förmlich die Frische unter den Füssen der Tänzerin.)

Mein inneres Auge sieht die Blumenwiese | (c) ERF Medien

Mein inneres Auge sieht die Blumenwiese | (c) ERF Medien

7. Mut zu grossen Gefühlen
Nichts bleibt mehr im Gedächtnis als eine Geschichte, bei der die Sinne und das Herz angesprochen werden, in der man in der Tiefe des Herzens berührt wird, man lachen und weinen muss. Spielen Sie mit den Gefühlen Ihrer Leser und trauen Sie sich auch, sie voll auszureizen – wenn möglich in beide Richtungen: Freude und Trauer.

8. Finden Sie Tipps, die Ihnen ganz persönlich helfen
Finden Sie weitere Tipps und Tricks, die Ihnen persönlich weiterhelfen. Im Internet werden Sie fündig, wenn Sie «Gute Geschichten schreiben» googeln oder «Tipps für eine gute Geschichte».

Hören Sie in Ihr Herz hinein: Welche «Urgeschichte» schlummert darin, die auf viele Weisen erzählt werden kann? Welches ist Ihre Geschichte? Machen Sie sich auf die Suche und finden Sie Ihre ureigene Geschichte. Aus ihr werden viele weitere entspringen.

Mein inneres Auge sieht es | (c) unsplash

Mein inneres Auge sieht es | (c) unsplash

( © Online-Redaktion ERF Medien)
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