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Durch die Welt – zu sich selbst

Christoph Müller in Mexiko
(c) privat
19.07.2016
 
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Beitrag aus: antenne August 2016
Thema: Reisen
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Vollbepackt mit Schlafsack, Zelt, Werkzeug und seinem Liegevelo steigt Christoph Müller 2010 aus dem Flugzeug in Alaska. Seit seiner Kindheit will der 28-jährige Maschinenbau-Ingenieur die Welt entdecken: «Schliesslich fühlte ich mich zuhause an den Bürostuhl angekettet. So wurde die Idee in mir wach, eine grosse Tour mit dem Velo zu machen.» Nur mit Muskelkraft will er ganz Nord- und Südamerika entlang der Panamericana durchqueren.

Freunde und Feinde
In zwei Jahren legt der Schweizer Abenteurer 33 000 Kilometer zurück. Teilweise ist er alleine unterwegs – teilweise in Begleitung anderer Velofahrer. Am spannendsten sind für ihn jedoch die Begegnungen mit Einheimischen: «In Peru bot mir ein Mann sogar sein eigenes Bett an – er selbst schlief auf seiner kleinen Couch.»

Doch im gleichen Land, nur wenige Tage später, gerät Christoph Müller plötzlich in  einen Konflikt mit Einheimischen: «Kleine Jungen schauten mich böse an und zeigten mir Fäuste. Dann plötzlich krachte ein drei Kilogramm schwerer Stein neben mir herunter.» Da erfasst ihn die Angst. Mit aller Kraft tritt er in die Pedalen, um davonzukommen, während er ununterbrochen betet: «Ich richtete mich auf Gott aus. Dadurch wurde ich wieder ruhiger.»

Die Atacama-Wüste
Vom einen ins andere Extrem – das ist während den zwei Jahren Alltag für Christoph Müller. Auch, als er in Bolivien alleine in die Atacama-Wüste hineinfährt. Es ist  die trockenste Wüste der Erde: Auf fast 5000 m. ü. M. atmet er nur schwer. Sandige Pisten statt asphaltierte Strassen machen den Weg zur Tortur. Dann, mitten in der Wüste, hat der Abenteurer nur noch gerade einen Deziliter Wasser. Der Tod wird plötzlich Realität. Greifbar.

Sein ganzes Leben läuft wie ein Film vor Christophs Augen ab. Da wird ihm klar, was in seinem Leben wirklich zählt: «Ich kann in meinem Leben gar nichts für Gott tun. Viel wichtiger ist, was er für mich getan hat. Er ist für meine Fehler gestorben.» Mit dieser Gewissheit kommt er wieder neu zu Kräften. Auf einer Vulkan-Flanke findet er Schnee und kommt weiter voran. Nach diesem Erlebnis kann er seinen Blick wieder nach vorne richten. «Die Umstände haben sich zwar nicht verändert. Doch in mir war wieder Frieden und grosse Freude.» Einen Tag später findet er wieder Wasser.

Blick nach vorne
Seine Weiterreise enthüllt sich für ihn als der schönste Teil seines Abenteuers. Und selbst als er zurück in der Schweiz ist, im Alltag und voller Pläne für sein weiteres Leben; sein Erlebnis in der Atacama-Wüste vergisst er nicht. «Seither bin ich viel mehr zu Ruhe gekommen. Ich habe mein Abenteuer erlebt – jetzt kann ich mich auf anderes einlassen.» Und er weiss, was in seinem Leben tatsächlich zählt, wenn alles andere schwindet: «Wichtig ist, was Jesus für mich getan hat. Und dass ich das annehme.»

( © Online-Redaktion ERF Medien)
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