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Pfarrerssohn im Puff

Nathanael Ammann
(c) Tobias Grimm
15.01.2016
Als Jugendlicher kehrt Nathanael Ammann der Kirch den Rücken zu.
 
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Beitrag aus: antenne Februar 2016
Thema: Singles
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Obwohl Nathanael Ammann von seinen Eltern viel vom Glauben mitbekommt, kehrt der Pfarrerssohn als Jugendlicher der Kirche den Rücken zu. Trotz Erfolg bei der Arbeit fühlt er sich leer. Diese Leere versucht er mit immer mehr Anerkennung zu füllen. Doch der Druck, immer mehr zu erreichen, zieht ihn in einen Strudel von Alkohol und ins Rotlichtmilieu. Nach einem Unfall unter Alkoholeinfluss liegt sein Leben plötzlich in Bruchstücken vor ihm.

«Meine Eltern sind die besten der Welt, die konnten für meinen Absturz nichts dafür.» Davon ist er bis heute überzeugt. Aber als Jugendlicher widerstreben ihm die Frömmigkeit und Gesetzlichkeiten in der Kirche. Über Umwege gerät er an einen aussichtsreichen Job, wo er zwischen Unternehmen verhandelt. Schnell wird der junge Geschäftsmann erfolgreich.

Anfang 20 und erfolgreich
Als Geschäftsmann verdient Nathanael Ammann in kurzer Zeit viel Geld und eignet sich einen extravaganten Lebensstil an. Er strebt nach immer mehr Erfolg – nur um Anerkennung und Bestätigung zu bekommen. «Übrig blieb eine Leere in mir, die immer schlimmer wurde. Diese Leere versuchte ich zu füllen. Im Rotlichtmilieu und mit viel Alkohol.» Am Tiefpunkt braucht er bis zu zwei Flaschen Vodka pro Tag und ist nächtelang in Bordellen unterwegs.

Von diesem Lebensstil bekommen seine Arbeitskollegen jedoch nichts mit. Als er an einem Abend alkoholisiert mit seinem Geschäftswagen verunfallt, wird sein Leben über den Haufen geworfen. In diesem Moment spricht Gott zu ihm und Nathanael entscheidet sich für das Leben. Zum ersten Mal seit Langem ruft der Verhaftete seinen Vater an. Der lädt ihn zu sich ein. «Er machte die Türe auf und nahm mich in die Arme.»

Der Weg zurück ins Leben
Am nächsten Morgen geht er direkt in die Therapie. Das bedeutet Entzug und therapeutisch befohlene Ruhe. Da er ein Workaholic ist, soll er sich zwei Wochen lang nur mit sich selbst beschäftigen. Der 22-Jährige wird mit all seinen Gefühlen und seiner Vergangenheit konfrontiert; mit allem, was er die ganze Zeit verdrängt hat. Doch er möchte nicht mehr davonlaufen.

Viele Konsequenzen kommen auf ihn zu. Entzug, Schulden, Gericht. «Das war hart, aber Gott hat mich getragen.» Ausserdem investiert sein bester Freund stark in ihn. Er besucht ihn immer und immer wieder. Mit dieser Unterstützung läuft Nathanael durch einen langen Prozess, auf den er heute zurückschauen kann. «Ich habe bei Gott Annahme erlebt. Er hat mich zu keinem Zeitpunkt verurteilt.»

Ein neuer Glaube
«Heute brenne ich mehr denn je für Gott», sagt der ehemalige Alkoholsüchtige. Den Druck der Kirche, er müsse Leistung erbringen, hat er heute nicht mehr. Er fühlt sich von Gott angenommen. «Aber Gott tut nicht immer einfach ein Wunder und alles wird gut.» Und auch heute ist sein Leben nicht immer einfach. Doch er möchte ehrlich mit Gott sein und dazu stehen, was er tut. «Ich laufe nicht mehr davon. Denn mit Gott kann ich Mauern durchbrechen.»

( © Online-Redaktion ERF Medien)
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