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50plus und arbeitslos: Endstation?

Armin Kappeler
10.09.2014
 
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«Stellenlos – aber nicht arbeitslos», so bezeichnet Armin Kappeler seine jetzige Lebenssituation. Zum dritten Mal in seiner beruflichen Karriere wurde ihm gekündigt. «Einerseits bin ich frustriert, aber andererseits versuche ich, die Situation als Chance zu sehen.»

Vor fünf Jahren gibt es ein grosses Dauerthema in den Nachrichten: Die Weltwirtschaftskrise. Einer, der sie am eigenen Leib erlebt, ist Armin Kappeler. Nach 28 Jahren in der gleichen Verpackungsfirma wird ihm und vielen weiteren Mitarbeitenden überraschend gekündigt: «Für mich brach eine Welt zusammen.»

Glücklicherweise findet der gelernte Modellbauer als Aussendienstmitarbeiter nahtlos einen neuen Job. «Aber die Arbeit gefiel mir nicht – diese Welt war mir fremd.» So kommt es, dass er kurze Zeit nach der Anstellung wieder freigestellt wird. Armin Kappeler findet schlussendlich einen Job im Technischen Dienst eines Pflegezentrums. «Dort fühlte ich mich wohl.» Der Kontakt zu den Bewohnern und dem Pflegepersonal gefallen ihm. Aber vor allem schätzt er seine Eigenständigkeit. «Nach einem Chefwechsel sollte ich gerade diese Selbstständigkeit wieder abgeben.» Es kommt zu Unstimmigkeiten und schliesslich zur Kündigung – zum dritten Mal innerhalb von wenigen Jahren steht Armin Kappeler ohne Job da.

Stellenlos – aber nicht arbeitslos
Der Familienvater bezeichnet sich nicht gern als arbeitslos: «Ich sage lieber, ich bin stellensuchend. Dieser Begriff motiviert – er gibt mir eine Vision.» Deshalb gibt Armin Kappeler auch nach über 70 Bewerbungen nicht auf: «Natürlich habe ich immer wieder Höhen und Tiefen.» Dann ermutigt ihn sein Lebensmotto: «Ich muss mein Schiff bewegen, damit Gott es lenken kann.» Auch in seinem Alltag versucht der Familienvater seine Visionen umzusetzen. Seit zwei Jahren leitet er einen Männertreff in seiner Kirche, damit Männer wieder vermehrt gemäss ihrer Berufung und Verantwortung leben und Unterstützung erhalten. Dieses Projekt gibt ihm viel Energie und Freude. Gleichzeitig hofft er auf eine Anstellung im Bereich Facility Management, doch auch dieses Projekt ist noch nicht so weit. Es ist weiterhin Geduld und Vertrauen gefragt.

Bei der Jobsuche erinnert sich Armin Kappeler immer wieder an eine Bibelstelle aus dem Philipperbrief (4,6–7): «Sorget euch um nichts, sondern betet um alles. Sagt Gott, was ihr braucht, und dankt ihm. Ihr werdet Gottes Frieden erfahren, der grösser ist, als unser menschlicher Verstand es je begreifen kann.» Und um diesen Frieden geht es Armin Kappeler: «Ich bete für einen Job, der möglichst meiner Leidenschaft und meinen Talenten entspricht und nahe an meinem Wohnort ist. Gott hat mir nicht die Erfüllung aller Wünsche versprochen, sondern er hat mir versprochen, dass ich seinen Frieden erleben darf.»

( © Online-Redaktion ERF Medien)
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