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Gott ist … immer für eine Überraschung gut!

Zwei überraschte Kinder
Überrascht! | (c) 123rf
15.02.2020
Gott sucht für seine Pläne normale Menschen aus.
 
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Wer fühlte sich neben den glaubensstarken Menschen in der Bibel nicht schon einmal klein? Das ist nicht nötig: Gott sucht für seine Pläne normale Menschen aus, die Angst haben, oder sich nicht würdig fühlen, Menschen mit Schwächen, Ecken und Kanten.

 

«Wer ist der Grösste unter uns?» Diese Frage bewegte die Jünger auf dem Weg mit Jesus. Da nahm Jesus ein Kind in die Arme und sagte: «Wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf.» (Markus 9,33ff.) – Nein, wer der Grösste in der Gemeinde Jesu ist, zeigt sich nicht daran, wie gross man sich selbst fühlt.

 

Zuvor erzählt der Evangelist Markus noch ein überraschendes Erlebnis der Jünger: Ein Vater bittet sie, seinen besessenen Sohn zu heilen. Die Jünger können aber den Dämon nicht austreiben. Auf die Frage, weshalb dies so sei, antwortet Jesus: «Diese Art kann nur durch Gebet ausgetrieben werden.» (Markus 9, 14-28) Diese Antwort erwarten wir, denn das Gebet ist immer das Mittel der Wahl. Aber kurze Zeit später wundern sich die Jünger sehr. Sie wollen jemand daran hindern, in Jesu Namen Dämonen auszutreiben, weil er nicht zu ihrem Kreis gehört. Und was sagt Jesus? «Hindert ihn nicht! Keiner, der in meinem Namen Wunder tut, kann so leicht schlecht von mir reden.» (Markus 9,39) Viel wichtiger als richtiges Handeln ist Jesus anscheinend, dass man sich auf ihn verlässt.

 

Das hat Tradition: Als Gott sein Volk aus Ägypten in ein neues, verheissenes Land führen will, beauftragt er damit nicht einen frommen starken Krieger, sondern einen geflüchteten Totschläger, der als Hirte in der Wüste lebt. Über zwei Seiten schildert meine Bibel, wie Mose mit Gott diskutiert, um diesen Auftrag loszuwerden. Als auch seine Aussage, er könne nicht reden, nichts nützt, bittet er darum, nicht gehen zu müssen. Ein hoffnungsloser Fall. Ich würde mir jemand anderen suchen. Gott aber stellt Mose kurzerhand seinen Bruder Aaron zur Seite. Der Kern aber ist: Gott selbst legt ihnen die Worte in den Mund und gibt ihnen Anweisungen. Es geht nicht darum, selbst gross zu sein, sondern darum, sich von Gott leiten zu lassen. (Exodus 3,1-4,17)

 

Es liessen sich von David, dem jüngsten Sohn des Isai, bis Maria, dem unbekannten Mädchen aus Nazareth und Paulus, dem Christenverfolger aus Tarsus, noch viele Beispiele auflisten. Es gibt kaum Helden in der Bibel. Aber viele normale Menschen, die von Gott gerufen wurden: ob in ein neues Leben in seinem Dienst oder als die richtige Person zur richtigen Zeit, um danach wieder im Dunkel der Geschichte zu verschwinden – Gott ist immer für eine Überraschung gut!

 

Was wünschen sich die Menschen heute? Sie möchten gelobt werden. Sie möchten von Gott eine Bestätigung erhalten: «Ich liebe dich, weil du so gut bist, weil du so einen starken Glauben hast, weil du mir immer gehorcht hast.» Wir wünschen uns eine Belohnung für unsere guten Taten.

 

Was sagt Gott hingegen durch Paulus? – «Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.» (2. Korinther 12,9) Oder durch Johannes: «Ich habe dich zuerst geliebt», vertrau mir! (1. Johannes 4,10)

 

Gott sucht keine Glaubenshelden, sondern ganz normale Menschen: Frauen und Männer, Theologen und Fischer, Witwen und Kauffrauen und viele andere. Wenn er es anders machen würde, wäre ich verloren. Gott sei Dank, dass er keine Heldinnen braucht, um die Welt nach seinem Plan zu gestalten, sondern dass er es mit mir und dir und allen Menschen tut, die bereit sind, auf ihn zu vertrauen und sich immer wieder überraschen zu lassen.

 

Zur Person

Claudia Haslebacher, Pfarrerin der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK), seit acht Jahren Distriktvorsteherin, Mitglied des Vorstands der EMK in der Schweiz. Verheiratet mit Michael Haslebacher, drei erwachsene Kinder.

( © Online-Redaktion ERF Medien)
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