Die vier Phasen eines Konflikts sind idealerweise:
- Erkennen, dass einen etwas stört.
- Mut aufbringen, das Störende anzusprechen. Mindestens eine Person verlässt die Komfortzone und überwindet das Bedürfnis nach Harmonie.
- Die störenden Punkte werden diskutiert.
- Eine Lösung wird gefunden und der Konflikt wird beigelegt.
Nach Kenneth Thomas gibt es fünf Konfliktstile:
- Vermeidend: Konflikte werden ignoriert oder unterdrückt. Die geschieht oft bei ängstlichen oder harmoniebedürftigen Menschen. Das Thema wird bagatellisiert oder verharmlost, reagiert wird mit Humor oder oberflächlicher Leichtfüssigkeit. Gründe für diesen Stil: Schwierigkeiten eigene Bedürfnisse wahrzunehmen, mitzuteilen und Spannungen auszuhalten; Angst vor Ablehnung, negativen Konsequenzen
- Anpassend: Man gibt nach, um den Frieden zu wahren. Typisch für Personen, die Angst vor Ablehnung haben.
- Kompromissbereit: Beide Seiten machen Zugeständnisse. Häufig bei Menschen mit einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn.
- Konkurrierend: Durchsetzung der eigenen Interessen, auch auf Kosten anderer. Dieser Stil kann bei dominanten oder statusorientierten Persönlichkeiten vorkommen.
- Kollaborativ: Das Ziel ist eine Win-Win-Lösung, wobei beide Parteien kreativ nach Lösungen suchen. Dieser Stil ist bei Menschen mit hoher emotionaler Intelligenz anzutreffen.
Erstrebenswert sind der kompromissbereite und kollaborative Konfliktstil.
Frauen sprechen Probleme eher an, bleiben hartnäckig und sind emotionaler. Bei Männern findet man eher Rückzug und Vermeidung.