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Versteckte Herzensecken

Feld und Bäume auf einem Feld
(c) Vplut/dreamstime
15.11.2021 20.11.2021
Im Stall geboren, auch in meinem?
 

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Von Marnie Hux-Ebermann

Wir alle kennen die Geschichte. Diese eine Geschichte, der jede weitere zugrunde liegt: Die Geschichte von Jesus Christus, der als Sohn Gottes im Stall in Bethlehem geboren ist. Warum im Stall? Die Suche nach der Antwort führt uns im übertragenen Sinne in unseren eigenen Stall.

Es brauchte einen göttlichen Plan, die verzagten Menschen zu retten, nachdem sie sich irgendwann von Gott abgewandt haben und gestrauchelt sind. Durch Opfer versuchten sie daraufhin immer wieder Gottes Gunst und Gnade zurückzubekommen. Aber Gott wollte etwas ganz anderes als die immer währenden Opfer: Er wollte unsere Herzen und unsere Liebe. Er sehnte sich nach seinen Menschen und brauchte einen Plan, wie die Menschen zurückfinden können zu ihm. Einen Masterplan.

Gott wurde Mensch. Er schickte seinen Sohn Jesus auf die Welt, um sie zu retten. Als menschliches Baby wurde er in diese Welt hineingeboren. Und zwar nicht in einem eleganten B&B oder in einem 5-Sterne-Hotel. Man stelle sich vor: Jesus als Sohn des Allmächtigen, des Höchsten, des Gottvaters, des Schöpfers der ganzen Welt wird geboren in einem bescheidenen kleinen Stall! Da, wo sicher keine Frau ein Kind zur Welt bringen möchte, findet er sein erstes Lager in Heu und Stroh. In das allereinfachste Hüttchen zwischen Tieren und Stallmist, da hinein, wo es dreckig ist, da hinein, wo es sogar stinkt. Was für eine Geschichte hat Gott sich da einfallen lassen?

Warum im Stall, fragen wir uns? Doch der Stall war bewusst gewählt. Er steht sinnbildlich für unsere Herzen, in denen sich durch unser Menschsein in einer gefallenen Welt immer Mist ansammelt, Dreck und Unrat hineinkommt, bewusst oder unbewusst. Wir Menschen sind Meister darin, Dinge, die wehtun oder uns peinlich sind, zu verdrängen und wegzusperren in die hintersten Ecken unseres Herzens. Diese versteckten Herzensecken sind unser persönlicher «Stall». Unaufgeräumt, dreckig, muffig, vielleicht nass, kalt und eisig. Und jetzt kommt Jesus und sagt, wer ihn annehme, in dessen Herzen lebe er, in dessen Herzen «nehme er Wohnung». Wow! Also auch in meinem – er möchte in meinem Herzen wohnen!

Was also tun – lasse ich Jesus hinein in meinen «Stall»? So ganz wohl ist mir nicht dabei. Was wird er dort finden? Was verstecke ich noch vor ihm, was ist mir peinlich, was tut so weh, dass niemand – vielleicht nicht einmal Jesus – es ansehen darf? Was würde passieren, wenn er es doch dürfte? Kann ich ihm vertrauen?

Weihnachten ist für mich immer wieder diese Zeit, die Stalltür neu zu öffnen. Irgendwie gehen in dieser Zeit die Türen etwas leichter auf. Sie klemmen und quietschen weniger beim Öffnen. Es fällt mir leichter, Jesus in meinen Stall einzuladen – auch wenn er all das sieht, auf das ich wirklich nicht stolz bin, was mich hindert, bremst, belastet, was mir peinlich ist und was mir Freiheit und Freude raubt. Aber vielleicht sieht er auch das, was ganz neu ist, gerade gedeiht, entsteht und noch ganz vorsichtig behandelt werden muss, damit es nicht verloren geht …

( © Online-Redaktion ERF Medien)
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