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Das Leben ein weniger ruhiger angehen

Bauchredner Kliby mit seiner Caroline
Caroline und Kliby | (c) ERF Medien
10.12.2021 16.12.2021
Sein Lebenswerk, schwere Zeiten und sein persönlicher Glaube
 
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Von Chantal Bigler

Privat erlebte der Entertainer, der eine Million Tonträger verkaufte, auch weniger lustige Zeiten – immer an seiner Seite war nebst der Bauchrednerpuppe Caroline auch seine Frau Ruth. Urs Kliby spricht über sein Lebenswerk, schwere Zeiten und seinen persönlichen Glauben.

Über Nacht zum Star
Während der Rekrutierung macht ein Dienstarzt Kliby auf seine Atmung aufmerksam: «Er sagte mir, dass ich falsch atmen würde.» Nämlich nicht so, wie es sich gehöre, sprich: «Ich soll beim Ausatmen sprechen, nicht beim Einatmen.» In einem Buch entdeckt Kliby schliesslich, dass diese Art von Atmung genau die Voraussetzung für das Bauchreden ist. Ihm wird bewusst, dass er nur noch zu üben braucht, um sein verstecktes Talent nach aussen tragen zu können. «Drei Jahre später stand ich prompt auf der Bühne», erinnert er sich und wird so mit seiner Eselspuppe Caroline bei seinem ersten Auftritt am 31. Dezember 1973 über Nacht zum Star.

Gemeinsam Krisen bewältigen
Kliby und seine Frau Ruth befinden sich 1999 auf einem Kreuzfahrtschiff, als das Schiff in einen Ausläufer eines Hurrikans gerät. «Ich wurde vom Sturm aus dem Bett geworfen», schildert Kliby die Situation und fährt fort, «alles wurde durcheinandergewirbelt – der Schaden belief sich auf 18 Millionen Franken, und es gab 33 Verletzte und einen Toten.» Einige Jahre später erleidet Kliby zwei Schlaganfälle und muss 2013 wegen Prostatakrebs behandelt werden. Fast zeitgleich folgt die Nachricht, dass seine Frau Hautkrebs hat – und durch eine Röntgenuntersuchung erfährt sie zudem noch, dass sie Brustkrebs hat. Nur ein Jahr später ist auch Kliby aufgrund einer Herzoperation wieder im Spital. Durch die vielen Schicksalsschläge kommen Zweifel auf. «Warum trifft es immer uns?», fragt sich Kliby. «Obschon ich ein positiv denkender Mensch bin, hat diese Zeit viele Spuren bei mir und meiner Frau hinterlassen – und auch Kraft gekostet.»

«Gott gibt mir Kraft»
Kliby betet auf der Intensivstation zu Gott – und auch wenn die Antworten auf seine Fragen nicht immer so klar ausfallen, wie er das gerne hätte, kommt der katholisch aufgewachsene Kliby Gott näher. «Ich habe eine persönliche Beziehung zu Gott, mein Glaube schenkt mir Kraft», gibt er zu verstehen. «Ich bevorzuge jedoch, mit Gott in einer Bergkapelle zu kommunizieren und ziehe diesen stillen Ort einem Gottesdienst vor.» Ruhiger zu und her geht es bei ihm auch seit seinem Ruhestand. «Meine Frau hatte zuerst Bedenken, ob ich mich nicht langweilen werde. Dem ist aber nicht so», schmunzelt Kliby. Denn er bleibt aktiv: Sein Keller und sein Estrich waren noch nie so aufgeräumt! Er hat die Buchhaltung nachgeführt, Fanpost sortiert und Zeitungsartikel eingeordnet. Der Naturliebhaber kümmert sich um den Garten, und mit seiner Frau ist er oft mit dem Schiff auf dem Bodensee unterwegs. «Bei einem Halt in den Häfen gehört bei uns ein Kirchenbesuch immer dazu.»

( © Online-Redaktion ERF Medien)
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