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Ulrich Giezendanner über Gott und Laster

Ulrich Giezendanner ist bekannt als Polteri und Fuhrhalter. Als Nationalrat nimmt er kein Blatt vor den Mund und schiesst durchaus mal verbal übers Ziel hinaus. Aber nicht nur seinen Kollegen in der Politik oder seinen Kontrahenten in der Arena schenkt er klaren Wein ein, sondern auch seinen Freunden: «Mein Temperament verleitet mich manchmal zum Fluchen. Daran leide ich auch selbst. Andererseits kann ich auch schnell vergeben.»
 
Die schweren Lasten des Lebens erfuhr Ulrich Giezendanner in seiner eigenen Familie. Nach dem frühen Tod seiner Eltern übernahm Giezendanner, damals 19-jährig, als Fuhrhalter den Kleinbetrieb seines Vaters mit drei Lastern. Heute zählt der Fuhrpark insgesamt ca. 500 Lastwagen. Sein erster Sohn starb mit dreieinhalb Jahren und 1997 starb seine Frau an Krebs.
 
Der Transport-Unternehmer verhandelt zwar mit Geschäftspartnern und in der Politik knallhart, lässt sich aber vor allem von einem dreinreden und korrigieren – von Gott, seinem «Chef».

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