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Das 7. Gebot

Die Vision ist einfach – die Realität komplex

Die Ehe ist die lebenslange exklusive Liebesbeziehung von Mann und Frau. So einfach ist die Vision. Diese grossartige Idee bestimmt das staatliche Recht in vielen Kulturen. Sie treibt Dichter, Künstler und Philosophen zu Höchstleistungen. Kaum etwas vermag so hohe Emotionen auszulösen wie die eheliche Liebe – Tränen und Wut, Enttäuschung und Trauer, Hoffnung und Freude, Lust und Leidenschaft. So einfach die Vision ist, so komplex ist die Realität.

Ehepartner, die sich auseinanderleben; Liebe und Lust, die ausserhalb der Ehe aufflackern; Ehebruch in Gedanken und Taten; äusserliche Aufrechterhaltung der Ehe ohne inneres Feuer; rechtliche Trennung und Scheidung; alternative Formen des Zusammenlebens vom Konkubinat über Lebensabschnittspartner bis zu gleichgeschlechtlichen und polyamourösen Beziehungen.

Das siebte der Zehn Gebote «Du sollst nicht ehebrechen!» schützt die einfache Vision der Ehe. Ist das noch zeitgemäss? Sollte nicht die Vision der Ehe der Realität angepasst werden? Tatsächlich wäre es fatal, die komplexen Fragen, Probleme und Nöte rund um Liebesbeziehungen auszublenden. Aber noch viel fataler wäre es, die Vision der Ehe preiszugeben. Oder sollte man etwa die Hoffnung auf Frieden aufgeben, weil sich dieser nie vollständig realisieren lässt? Sollte man die Vision einer gerechten Gesellschaft der ungerechten Realität opfern? Niemals! Denn wer die Vision der Realität anpasst, resigniert, verliert das Ziel, wird orientierungsund hoffnungslos.

Die Bibel schildert uns keine idealen Eheund Familienverhältnisse. Adam lässt sich von seiner Frau zur Sünde verführen. Noah schwängert seine Töchter. Abraham nimmt eine Sklavin zur Nebenfrau. Ruben schläft mit einer Nebenfrau seines Vaters. Juda geht zu einer Prostituierten. Salomo hält sich einen imposanten Harem und betet fremde Götter an. Ananias und Saphira beschliessen gemeinsam, sich heimlich zu bereichern. Die in der Bibel beschriebenen Ehen sind wahrlich nicht ideal. Polygamie und Prostitution sind überall präsent, Scheidung ist eine Realität. Trotz allem aber wird die Vision einer lebenslangen monogamen Ehe hochgehalten, ganz zugespitzt bei Jesus selber: «Doch vom Anfang der Schöpfung an hat Gott sie als Mann und Frau geschaffen. Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, und die beiden werden ein Fleisch sein. Also sind sie nicht mehr zwei, sondern sie sind ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden.» (Markus 10,6–8). Es ist diese Vision, die dazu motiviert, in die Ehe zu investieren – zum Wohl der ganzen Gesellschaft.

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Persönlich: Andreas M. Walker

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