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Mädchen mit Tablet | (c) Photocase

Fit für die (Medien-)Zukunft

Medienkompetenz ist eine Schlüsselqualifikation unserer Jugendlichen. In deren Vermittlung spielen Eltern eine entscheidende Rolle – aber auch die Schule.

Viele Kinder, die heute in die Primarschule eintreten, werden angesichts der steigenden Lebenserwartung durchaus das Jahr 2100 erleben. Sie werden in einer Welt leben, die sich nach erfolgter digitaler Revolution nicht mehr mit unserer heutigen Welt vergleichen lässt. Angesichts der sich abzeichnenden grundlegenden Veränderungen unserer Gesellschaft, unserer Berufs-und unserer Freizeitwelt ist es offensichtlich, dass der erfolgreiche Umgang mit der Digitalisierung für unsere Kinder und Jugendlichen entscheidend sein wird. Medienkompetenz spielt dabei eine zentrale Rolle.

Dazu gehört der verantwortungsvolle, sozialkompetente und auch kritische Umgang mit digitalen Medien: Unsere Kinder sollen sich so sicher und kompetent in der digitalen Welt bewegen können, wie sie das in der analogen Welt tun. Der JAMESfocus- Bericht «Medienkurse und Medienkompetenz » des medienpsychologischen Teams der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) ging daher der Frage nach, wie und wo Kinder und Jugendliche ihre Medienkompetenz erlernen. Die Antwort: Sie lernen in der Familie, von Gleichaltrigen, in der Schule und auch von sich selbst.

Um unsere Kinder und Jugendlichen fit für die (Medien-)Zukunft zu machen, sind zuallererst die Eltern gefragt, denn: «Den grössten Einfluss auf den Medienkompetenzerwerb im Hinblick auf das Internet übt die Familie (..) und insbesondere der Vater aus», hält die Studie fest. Betont wird besonders die Vorbildwirkung der Eltern: «Dieser Einfluss kommt einerseits durch das Beobachten und Imitieren von Verhaltensweisen zustande. So ist es wenig erstaunlich, dass sich bei Kindern oft ähnliche Mediennutzungsmuster und-präferenzen wie bei den Eltern erkennen lassen …» Die Eltern zeigen ihren Kindern, wie man Internetinhalte kritisch prüft und verantwortungsvoll mit den digitalen Medienplattformen umgeht. Ins Stammbuch schreiben sollten Eltern sich auch die folgende Aussage der Studie: «Weitere förderliche Faktoren sind das Selbstvertrauen der Eltern bei der Vermittlungsaufgabe und eine gute Eltern-Kind-Beziehung …»

Je älter die Jugendlichen werden, umso mehr lernen sie auch von ihren Kolleginnen und Kollegen. Manche Dinge bringen sich die Jugendlichen auch selbst bei – sie probieren Dinge einfach aus, allenfalls suchen sie im Internet nach hilfreichen Informationstexten oder -videos.

Eine wichtige Funktion in der Vermittlung von Medienkompetenz hat auch die Schule. Es ist deshalb zu begrüssen, dass im Rahmen des neuen Lehrplan 21 in allen Deutschschweizer Kantonen künftig systematisch Medienkompetenz vermittelt werden soll. Im Welschland und im Tessin wurde die Vermittlung der entsprechenden Inhalte bereits eingeführt.

Die Eltern werden dennoch auch in Zukunft entscheidend dafür sein, dass ihre Kinder fit für die (Medien-) Zukunft werden.
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