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«Der rote Faden meines Lebens hat mit Gott zu tun»

Als ERF Medien die Moderationsstelle für FENSTER ZUM SONNTAG-Talk (FzS) neu besetzen wollten, sprang Ruedi Josuran im letzten Moment auf den schon fast abgefahrenen Zug auf. Er hatte gerade eine Sendung für Radio Life Channel aufgenommen, als er erfuhr, dass bereits für die Castings gedreht wurde. Und nun, am 19./20. Oktober, läuft bereits seine 100. Sendung. Grund genug, einmal genauer in die Geschichte des TV-Mannes zu schauen.

Für Ruedi Josuran war der FzS-Talk in vieler Hinsicht ein Glücksfall. Nach einem kräfteraubenden Burnout musste er sein Leben «neu gestalten». Sein Weg führte ihn damals weg von Radio DRS 1 in eine ungewisse Zukunft. Eigentlich wollte er nichts mehr zu tun haben mit den  Medien. Durch persönliche Kontakte kam Josuran doch zu ERF Medien. Während dieser Zeit begann er für Radio Life Channel Talksendungen zu  machen. Für ihn war damals – wie heute – die Atmosphäre im Haus ERF Medien ganz speziell: «Für mich sind ERF Medien ein Ort, an den ich immer gerne gehe. Ich erlebe diese Zusammenarbeit besonders intensiv wie damals zu Zeiten von Radio 24. Es ist dasselbe vertrauensvolle und familiäre Wir-Gefühl.»

Gestandener TV- und Radiomann hin oder her – auch Josuran musste durch das Casting. Was viele mit seiner Erfahrung abgelehnt hätten, wurde für ihn zu einem tollen Erlebnis: «Es war eigenartig. Erstmals verspürte ich in einer solchen Situation keinen Druck. Ich ging sehr gelassen an dieses Casting. Und ich fand das auch wichtig. Natürlich gingen mir Gedanken durch den Kopf wie: Komme ich an bei den Leuten? Habe ich da wirklich ein Team, das mich tragen kann? Und kann ich bei dieser Aufgabe wirklich ich selber bleiben?»

Für die Verantwortlichen war schnell klar, dass Ruedi Josuran der richtige Mann für das neue Talk-Konzept war. Und so startete das TV-Abenteuer in einem Sendegefäss, in dem es vor allem um christliche Werte, menschliche Schicksale und göttliches Wirken geht. Wie war das mit der Angst, dass er jetzt von den Medien in die «frömmlerische» Ecke abgestellt werden könnte? «Natürlich war mir klar, dass es jetzt so Schlagzeilen gibt wie ‹jetzt ist er fromm geworden›. Das ist völlig normal und hat mich nicht besonders beschäftigt. In meiner Lebensphase ist mir nicht mehr so wichtig, wie die Leute über mich reden.»

Ruedi Josuran hat auch gelernt, mit der unterschiedlichen Produktionsart umzugehen: «Im Radio hatte ich so meine ‹oneman-show›, im TV ist Teamarbeit alles. Zu Beginn hat mir dieser Kulturwechsel schon Mühe gemacht. Es war für mich ungewohnt, dass mir dauernd jemand über die Schulter schaut und kontrolliert. Radio war für mich auch authentischer. Bei manchen Unterbrüchen gehen tolle Gesprächsmomente verloren, die man auch nicht wiederholen kann. Beim TV werden Gefühle manchmal einfach durch das unruhige Umfeld unterbrochen. Mir war das nicht so bewusst, als ich den FzS-Talk zu moderieren begann.»

Während seinen 100 Sendungen gab es für Ruedi Josuran zwei einschneidende Erlebnisse. Der Blick titelte am 18. Juni 2009: «Herzinfarkt! Radiomann Ruedi Josuran knapp am Tod vorbei.» Mitten in einem Lebensmittelladen bricht der FzS-Talker zusammen, greift an sein Herz. Doch die Leute gehen einfach an ihm vorbei. Letztlich hat ein Ausländer und ihm dadurch sein Leben gerettet. Für Josuran war schnell klar:«Ich wusste, dass mein Marktwert mit so einer Krankengeschichte gefallen ist.» Heute hat sich Josuran gut erholt und sein Marktwert ist immer noch gut! Erstaunlicherweise war für ihn dieses Ereignis nicht traumatisch. «Mir wurde einfach die Endlichkeit bewusst. Aber ich erkannte auch einen roten Faden in meinem Leben. Und der hat mit Gott zu tun. Ich habe realisiert: Gott greift selten zu früh ein, aber auch nicht zu spät.»

Schon sehr schnell ist Ruedi Josuran wieder einsatzbereit. Kein einziger geplanter Termin musste verschoben werden. Spass und Freude an der Arbeit sind letztlich das beste Gesundheitselixier. Und so war Josuran auf dem Weg zur Arbeit ins zürcherische Pfäffikon, da wo ERF Medien ihre Büros und Studios haben. Er erlebte mit, wie ein Mann seine Frau und die Sozialvorsteherin erschossen hatte. Während die Ambulanz, die Polizei und Schaulustige am Tatort eintrafen, «bin ich etwa während einer Stunde nur im Kreis gelaufen. Ich konnte das alles nicht verstehen. Normalerweise berate ich Menschen in Krisensituationen. Jetzt brauchte ich selber Hilfe.» Diese bekam er dann ausgerechnet durch Pfarrer Peter Schulthess, einem erfahrenen Nofallseelsorger aus Pfäffikon. Schulthess selber arbeitet regelmässig für Radio Life Channel, die beiden kannten sich also bereits von ihrer Arbeit her.

Die beiden Ereignisse haben Ruedi Josuran für seine Aufgabe als FzS-Talker noch sensibler gemacht. «In verschiedenen Gesprächs momenten bekomme ich einen völlig neuen Blickwinkel. Plötzlich kommen übernatürliche Ressourcen, von denen ich vorher keine Ahnung hatte.» Josuran liebt seine Aufgabe, sie ist nicht einfach ein Job. «Die Menschen in meinen Talks verstehe ich wirklich als meine Gäste.» Und so ist auch schon vorgekommen, dass man Aufnahmen abbrechen musste, weil er zusammen mit seinen Gästen gelacht und geweint hat. «Zusammen mit meinen Gästen habe ich alles erlebt, was das Leben beinhaltet.» Manchmal wird aber sein Vertrauen zu seinen Gästen stark auf die Probe gestellt. Das war zum Beispiel bei der Sendung «Werber macht Bruchlandung» mit Albin Kirchhofer so. Mit ihm ist Josuran seit Jahrzehnten befreundet. Kirchhofer hat als Pilot eines Kleinflugzeuges eine Bruchlandung hingelegt. Das Sendekonzept sah nun vor, dass die beiden gemeinsam losfliegen. Josuran vertraute «seinem» Piloten, so wie er sich auch weiterhin seinem «Lebens -piloten Jesus» anvertraut; «und das, obwohl ich immer noch mehr Fragen als Antworten an das Leben habe.» Man spürt im Zusammensein mit Ruedi Josuran, dass er ein Neugieriger ist und bleibt. Neugierig auf Menschen und auf Gott.

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