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(c) Siegfried Zimmer - Worthaus

Ein Fan der Bibel

«Ich sage nicht, Christen sind bessere Menschen – aber die biblische Botschaft hat verbessernden Einfluss», sagt Siegfried Zimmer. Er ist Theologie-Professor und überzeugt, dass die Wissenschaft und der Glaube vereinbar sind.

Nach einem Autounfall ringt Siegfried Zimmer, der damals an einer Pädagogischen Hochschule Geschichte und Politik studierte, ein halbes Jahr lang mit dem Tod. Doch der junge Mann überlebt und ist überzeugt, dass er dies Gott zu verdanken hat. Tief berührt von dieser Erfahrung unterbricht er sein Studium und besucht eine freikirchliche Bibelschule. Bald sind ihm die Ansichten dort aber zu eng. «Mir fehlte der Sauerstoff zum Denken.» Und er entscheidet sich, an einer Universität Evangelische Theologie zu studieren.

Heute ist er Professor für Evangelische Theologie und Religionspädagogik. Im Vergleich zu anderen Theologie-Professoren ist Siegfrid Zimmer aber eher untypisch. «Mir tat die Beschäftigung mit der wissenschaftlichen Theologie gut. Mein persönlicher Glaube an Gott vertiefte sich in dieser Zeit.» Trotz seines Fasziniertseins von der biblischen Botschaft spornt er seine Studierenden immer wieder dazu an, sich kritisch mit der Bibel auseinanderzusetzen. «Mit der Religion ist es wie mit der Politik: Man darf nicht alles glauben. In beiden Gebieten ist schon zu viel Schlechtes passiert. Daher ist stets ein kräftiger Schuss Skepsis angebracht.»

Der Theologie-Professor ist überzeugt, dass auch der Verstand ein Geschenk Gottes ist und er betont, dass die europäischen Universitäten im Mittelalter aus christlichen Motiven gegründet wurden. Trotzdem ist es nicht einfach, im Theologiestudium die Balance zu finden zwischen wissenschaftlichem Arbeiten und persönlichem Glauben. «Theologiestudierende, die im Glauben behütet aufgewachsen sind, haben grosse Probleme mit der modernen Bibelwissenschaft. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse erschüttern den bisherigen Glauben dieser Studierenden.» Siegfried Zimmer möchte ihnen über diese Schwierigkeiten hinweghelfen. Und dieses Ziel verfolgt er auch ausserhalb der Hochschule in Vorträgen und Bibelworkshops mit grossem Erfolg. Nicht zuletzt deshalb, weil es ihm immer wieder gelingt, auch zu kirchenfernen Menschen einen Zugang zu finden. Er ist der Ansicht: «Viele Theologen reden zu akademisch.» Er jedoch möchte seine Vorträge verständlich und spannend wie einen Krimi gestalten. Und doch tut er dies mit der nötigen wissenschaftlichen Sorgfalt.

Allen atheistischen Behauptungen über Jesus zum Trotz sagt er: «Ich orientiere mich an Jesus aus Nazareth und zwar vor allem aufgrund seiner Zuwendung zu den Armen, den Leidenden und den gesellschaftlich Ausgegrenzten. Ich liebe seine Botschaft, weil sie die Menschen rücksichtsvoller, barmherziger und liebevoller macht.»

Ein Fan der Bibel (PDF)

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