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Kenia | (c) TWR

Afrika soll leben – trotz Terror und Armut

Verlassene Strände: In Kenia sind nach den Terroranschlägen der vergangenen beiden Jahre die Touristenzahlen eingebrochen. Auch TWR wurde nicht verschont. Das kleine Radiostudio in Mpeketoni wurde bei den Anschlägen im Juni niedergebrannt. Die Mitarbeiter blieben Gott sei Dank unverletzt, waren aber seelisch völlig erschüttert. Die Wellen der Gewalt haben TWR Kenia dazu bewogen, eine Anzahl Sendungen zu produzieren, die über Frieden und Versöhnung reden und den Menschen helfen, mit traumatischen Lebensumständen zurechtzukommen.

Politische Unruhen und Bürgerkriege gehören zur Geschichte fast aller ostafrikanischen Länder. Kein Wunder, dass diese politische Instabilität Auswirkungen hat auf das Gesundheitswesen und den Alltag der Ostafrikaner überhaupt. Seit bald 30 Jahren kämpft TWR mit und für Afrika. Damals wurde die Initiative «Afrika soll leben» als Entwicklungsprojekt wegen einer Dürrekatastrophe in Ostafrika gestartet. Diese Radiosendungen werden speziell für die afrikanische Kultur produziert – von Afrikanern für Afrikaner. Übers Radio werden einerseits Alltagstipps weitergegeben zu Gesundheit und Familienleben, aber auch Landwirtschaft und Umweltschutz.

Spezielle Sendereihen über Versöhnung halfen den Hörerinnen und Hörern, mit traumatischen Lebensumständen zurechtzukommen. TWR Kenia erhielt aus den Konfliktregionen viele Reaktionen auf die Sendungen zum Thema Versöhnung. Die Betroffenen schätzten es sehr, dass diese Problematik thematisiert wurde und baten um weitere solche Programme. TWR plant zusätzliche Sendungen dieser Reihe zu entwickeln, wenn die finanziellen Mittel verfügbar sind.

«Afrika soll leben» ist eine langfristige Initiative – eine Hilfe zur Selbsthilfe. So werden zum Beispiel viele Landsleute auch sensibilisiert, wie sie mit den Ressourcen der Umwelt wie beispielsweise Wasser optimaler umgehen können. Die Ostafrikaner erfahren übers Radio, wie sie ihre Tiere auf lange Sicht halten und versorgen können – und dies auch bei extremen Temperaturschwankungen, wie sie in Afrika oft vorkommen.

Die Ratschläge übers Radio werden gehört, geschätzt und zeigen Auswirkungen. Ein Student schrieb: «Die Sendung, in der Sie über Frauen gesprochen haben, die misshandelt werden, hat mir sehr geholfen. Gewalttätiges Verhalten gegenüber Frauen ist ein wichtiges Thema in meiner Nachbarschaft. Manche Männer verprügeln ihre Frauen sogar. Deshalb können Kinder oft ihre Mütter nicht respektieren, wenn sie sehen, wie schlecht Frauen behandelt werden. Und Mütter können ihren Kindern ihre Liebe nicht zeigen. Bitte machen Sie mit dieser Sendung weiter, damit Männer erkennen, dass Frauen und Mädchen Liebe und Würde verdienen.»

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