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Fred und Eva Ryter | (c) privat

Nach der Scheidung kommt die Hochzeit

Von Andreas Meier

Sie kommt aus kultiviertem Elternhaus, er ist in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen. Die beiden verlieben sich auf einem Tanzschiff und werden ein Paar. Auf die Verlobung folgt die Hochzeit, auf die Hochzeit die Kinder und dann die Scheidung. 10 Jahre später schaffen es die beiden wieder zu heiraten – einander.


Die beiden frisch Vermählten erleben eine schöne Anfangszeit in ihrer Ehe. Doch schon bald folgen die Probleme. Beide sind verschiedene Typen und haben nicht gelernt auf konstruktive Art Konflikte zu lösen: «Wir wischten all unsere Probleme unter den Teppich, was unweigerlich zu einem Eklat führen musste». Als das Ehepaar Ryter Nachwuchs bekommt, schenkt Fred Ryter den drei Buben zudem viel mehr Aufmerksamkeit und Liebe als seiner Frau. Die Ehe ist längst an einem kritischen Punkt angekommen, als der Ehemann dann auch noch fremdgeht. Die Scheidung folgt. Sie verläuft friedlich und aus Rücksicht auf die Kinder versuchen die beiden nach wie vor eine Familie zu sein, auch wenn die Eltern getrennt sind.

Als Sohn Thomas in einem Austauschjahr den Glauben an Gott entdeckt und verändert nach Hause kommt, beginnen sich Eva und Fred Ryter mit der Bibel und dem christlichen Glauben auseinanderzusetzen. So kommt es, dass später alle in derselben Kirche ein- und ausgehen.

Neustart?
«Ihr seid geschieden. Geht und bringt das doch mal in Ordnung»: Diese Worte haben Eva und Fred Ryter so nicht erwartet. Zusammen mit den Söhnen sind sie an einer Veranstaltung und der Gastprediger, der sie nicht kennt, spricht diese Worte anstatt eines Gebets für sie. Eva und Fred Ryter gehen sehr aufgewühlt nach Hause und reden zusammen über diese Begegnung. Wenn das Gottes Wille ist, wollen sie nochmals heiraten: «Obwohl wohl die Liebe dazu noch fehlt, wird Gott uns helfen.» Die beiden merken, dass mit dem Entscheid wieder zu heiraten auch die Zuneigung zueinander wieder wächst. Sie feiern ein noch grösseres Fest als an ihrer ersten Hochzeit. Diesmal können sie einander so annehmen wie der Andere ist. Keiner der beiden will das Gegenüber ändern und so formen, wie er es sich wünscht: «Aber es war ein langer Prozess, wir waren ja nicht plötzlich andere Menschen.»

Die Hilfe
Wenn Spannungen aufkommen, ist es vor allem Fred, der sagt: «Komm, wir beten.» Und darin spüren beide eine Hilfe für ihren Alltag. Sie beginnen sich nach und nach mit den Problemen der ersten Ehe auseinanderzusetzen. Zum Beispiel fühlte sich Fred Ryter nicht immer geliebt und dadurch auch oft verletzt. Eva Ryter hingegen konnte ihren Mann nicht ganz annehmen wie er ist. Das gelingt ihr heute und es geht in der Beziehung nicht zuerst um das Stillen der eigenen Bedürfnisse: «In einer Beziehung soll es darum gehen, was ich dem Partner geben kann. Liebe blüht auf, wenn ich seine Wünsche höher werte als meine.»

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