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Schweizer sind immer und überall online

Selfie mit Smartphone
(c) Photocase
15.02.2016
Vier von fünf Schweizerinnen und Schweizern nutzen das Internet unterwegs.
 
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Beitrag aus: antenne März 2016
Thema: Medien
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Vier von fünf Schweizerinnen und Schweizern nutzen das Internet unterwegs und das Smartphone ist zum wichtigsten Gerät geworden.

In Sachen mobile Internetnutzung gehören wir zur Weltspitze. 85 Prozent nutzen das Internet mobil – das sind 6,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Dies hält die Studie «Media Use Index (MUI)» 2015 fest, die das Informations- und Mediennutzungsverhalten der Schweizer Wohnbevölkerung analysiert. Die Studie stellt fest, dass längst nicht mehr nur die Jungen sich voll auf ihr Smartphone verlassen, sondern dass dieses mittlerweile über alle Generationen betrachtet zum wichtigsten digitalen Gerät geworden ist. Auch Tablet-Computer verbreiten sich rasant: Bereits besitzt jede zweite Person ein solches Gerät.

Immer und überall mit dem Smartphone online – das gilt besonders für die sozialen Medien. Die Generation der 14- bis 29-Jährigen ruft die Inhalte von Whatsapp, Facebook, Instagram, Snapchat und Twitter häufiger auf ihrem Smartphone ab als von stationären Computern oder Tablets. An der Bushaltestelle rasch schauen, was online läuft, einen Eintrag einer Freundin liken oder kommentieren – das ist heute Alltag. Auf der Überholspur in Sachen mobile Nutzung von Facebook & Co sind die 55- bis 69-Jährigen – sie nutzen die sozialen Medien doppelt so häufig mobil als noch vor einem Jahr. Der «immer und überall»-Trend betrifft mittlerweile also alle Generationen …

A propos «soziale Medien»: Am beliebtesten bei den 14- bis 29-Jährigen ist nach wie vor Whatsapp – 76 Prozent nutzen diesen Dienst. An zweiter Stelle steht Facebook mit 46 Prozent. Instagram wird von 25 Prozent genutzt; stark steigender Beliebtheit erfreut sich Snapchat. Diesen Dienst nutzen 18 Prozent der 14- bis 29-Jährigen. Schaut man nur die Altersgruppe der 14- bis 19-Jährigen an, zeigt sich der Aufwärtstrend von Snapchat noch deutlicher: 59 Prozent der Jugendlichen kommunizieren über Snapchat. Wenig im Trend bei den Jungen: Twitter – nur 11 Prozent der 14- bis 29-Jährigen «zwitschern» damit.

Der Trend, immer und überall online zu sein, pflügt die Medienlandschaft grundlegend um. Besonders stark verändert sich das Mediennutzungsverhalten beim Konsum von Tagesnews. Print ist out – und mobiles Newslesen überholt den Abruf ab PC. Sowohl die Angebote von Blick als auch von 20 Minuten werden von mehr Menschen mobil genutzt als über PC/Laptop oder gar über die gedruckte Zeitungsausgabe; ein Trend, der sich leicht abgeschwächt selbst bei der renommierten NZZ abzeichnet.

Spannend bleibt die Frage, ob sich die Qualität der Medieninhalte unter dem ungeduldigen Druck der mobilen Medienkonsumierenden verschlechtern wird. Angesichts der hohen Publikationsgeschwindigkeit und des beschränkten Platzangebotes bei der mobilen Medienkommunikation weiterhin journalistisch kompetente und qualitativ gute Inhalte zu verbreiten, wird für alle Medienschaffenden zur zunehmenden Herausforderung.

( © Online-Redaktion ERF Medien)
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