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Daniel Böcking | (c) Christian Langbehn

Als Christ bei BILD – ein Widerspruch!?

«Denn ich kann nicht länger die Füsse stillhalten – oder besser: die Finger.» Darum schreibt Daniel Böcking, der Vize- Chefredaktor von BILD-Online, einen Artikel über sich und seinen Glauben an Jesus und löst damit eine Welle an Reaktionen aus. Für viele steht der reisserische Journalismus der BILD-Zeitung mit dem christlichen Glauben im Widerspruch – nicht für Daniel Böcking.

«Ich war immer irgendwie gläubig – jedoch nur oberflächlich.» Dies stört Daniel Böcking lange Zeit nicht. Er ist Journalist mit Leib und Seele, hat eine tolle Familie und geniesst sein ziemlich sorgloses Leben.

In der Katastrophe dankbar
Doch das Jahr 2010 verändert alles: Im Januar fliegt Daniel nach Haiti, um über die Folgen des schweren Erdbebens zu berichten. Er begleitet als Reporter eine christliche Hilfsorganisation und ist tief beeindruckt: «Helfer und Haitianer beteten zusammen in den Trümmern und waren selbst in der Katastrophe dankbar.» Daniel merkt, wie viel Kraft der Glauben geben kann und beginnt sich damit zu beschäftigen. Er diskutiert mit verschiedenen Christen, liest in der Bibel und geht die Sache auch ganz journalistisch – mit viel Recherche – an. Nach und nach bekommt er eine innere Ruhe und Sicherheit: «Ich merkte, dass da jemand ist, der mich wahnsinnig liebt.»

Das Outing
Daniel Böcking entscheidet sich, Jesus zum Mittelpunkt seines Lebens zu machen und erlebt, wie sich sein Leben auf den Kopf stellt: «Von aussen sieht man es nicht sofort, aber innerlich habe ich eine komplett neue Grundeinstellung.» Mit dieser kann er nicht mehr hinter dem Berg halten, als er 2015 immer wieder mit grausamen Videos des IS konfrontiert ist. Daniel fragt sich, wieso die Christen in den Zeiten des Terrors nicht aktiver sind und beschliesst, dem entgegenzuhalten. Mit einem ganz persönlichen Artikel über sich, seinen Glauben und die «Gute Botschaft», die dahinter steht. «Ich wusste nicht, ob das total nach hinten losgeht und ich am nächsten Tag die Lachnummer der Redaktion bin.»

Kein Widerspruch
Die Reaktionen lassen nicht lange auf sich warten. Auf sozialen Netzwerken wird der Artikel von Daniel Böcking zu Tausenden gelobt aber auch von vielen kritisiert. Viele Christen können nicht verstehen, wieso Daniel trotzdem noch bei BILD arbeitet. Für ihn war das jedoch nie ein Thema: «Hier bin ich ständig im Kontakt mit unzähligen Menschen, hier kann ich täglich über die aktuellen Themen diskutieren und streiten. Genau so stelle ich mir gelebten Glauben vor.» So veröffentlicht er nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt einen Artikel über die Weihnachtsgeschichte und die Hoffnung, die dahinter steckt. Daniel ist überzeugt, dass Gott ihn bei der BILD haben möchte: «Ich könnte nie an so vielen Orten über Gott sprechen, wenn ich nicht bei BILD arbeiten würde.»

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